Lüftungsgeräte für Gesamtschule aufgestellt
Handarbeit für letzte Millimeter

Gronau -

Michael Hagendorf hat noch immer großen Respekt, als er auf das Dach der neuen Gesamtschule kommt. Dort werden am Dienstag und Mittwoch insgesamt sechs Lüftungsgeräte für die Schule montiert. Damit das überhaupt klappen konnte, mussten in der Vorwoche die Stahlbauer die Auflage- und Tragegerüste fertigstellen. „Bei eisigem Wind und Temperaturen von sechs oder acht Grad minus haben die Arbeiter geschraubt und gemacht“, zollt der Projektleiter Versorgungstechnik dem Einsatz unter den erschwerten Bedingungen Anerkennung.

Mittwoch, 07.03.2018, 07:03 Uhr

Millimetergenau müssen die Lüftungsgeräte auf dem Dach der neuen Gesamtschule in die vorher fertiggestellten Stahlkonstruktionen bugsiert werden. 
Millimetergenau müssen die Lüftungsgeräte auf dem Dach der neuen Gesamtschule in die vorher fertiggestellten Stahlkonstruktionen bugsiert werden.  Foto: erh

„Die Lkw, die die Anlagen bringen, hatten sich auf den Weg gemacht. Deshalb mussten die Träger fertig werden, da die Transporte nicht gestoppt werden konnten“, begründet Hagendorf . Sechs Lkw werden an den beiden Tagen an der Baustelle erwartet. Mit einem großen Kran werden die individuell gefertigten Geräte abgeladen. Später befördert der Kran sie dann auf das Dach.

Die Trägergerüste geben vor, wo künftig der Standort eines jeden Elements sein soll. Trotzdem: Mit der Hand werden die am Kran hängenden Teile in die richtige Position gedrückt, ehe sie vorläufig verschraubt werden. Dann werden sie noch einmal leicht angehoben, um einen Gummistreifen als Puffer zwischen Stahlträger und Anlage befestigen zu können.

Im Gebäude sind in den vergangenen Wochen die Rohre verlegt worden, durch die Luft künftig an- und abgesaugt werden wird. „Die angesaugte Luft kommt niemals mit der abgesaugten Luft in Berührung“, erläutert Michael Hagendorf das System.

Die sechs Anlagen sind unterschiedlich groß – je nach „Aufgabe“. Die größte von ihnen – die für die naturwissenschaftliche Räume vorgesehene Anlage – muss permanent 14 400 Kubikmeter Luft verarbeiten. Weitere sind für die Klassenräume vorgesehen, für den Sanitärbereich, für die Mensa oder die dortige Küche. „Einige sind so geschaltet, dass sie nur reagieren, wenn die Räume auch genutzt werden“, beschreibt Hagendorf die Funktion des Luftqualitätsfühlers.

Umweltfreundlichkeit ist ein weiteres wichtiges Kriterium. „85 bis 90 Prozent Energieeffizienz“ seien bei Wärmetauschern heute Stan ­dard, erläutert der Projektleiter. Etwa 20 Jahre zurück seien Effizienzwerte um die 50 Prozent schon als „super“ angesehen worden. „In dieser Technik hat sich viel getan.“

Rund 180 000 Euro kosten die Lüftungsgeräte nach Angaben des Projektleiters. Da sind aber die Kosten für die Montage der Rohre, den Kran oder den Transport nicht mit eingerechnet. „Wenn ich in den Bauzeitenplan gucke, liegen wir etwa zwei Wochen vor der Zeit“, befindet Hagendorf. Auch die kalten Temperaturen in den vergangenen Wochen hätten den Fortschritt der Bauarbeiten nur wenig beeinträchtigen können.

Am Dienstag ging soweit alles glatt. Kleinere Probleme gab es bei der An- und Abfahrt der Lkw. Auf der Schützenstraße – insbesondere in dem Knick hinter den Sporthallen – standen Pkw auf den dortigen Parkstreifen. Deshalb konnten die Lkw wegen des Wendekreises die Kurve nicht passieren. „Das ist schon ein Ärgernis, weil wir bestimmt drei Wochen lang häufig auf den Termin hingewiesen hatten.“

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