44 Pilger begeben sich auf eine Wallfahrt nach Irland
Lehrreiche Reise zur grünen Insel

Epe -

Mit dem Reisesegen durch Pastor Thorsten Brüggemann begaben sich 44 Pilger auf eine Wallfahrt nach Irland – Insel der Mönche und Heiligen. Am Flughafen Dublin wurden sie vom Reiseleiter John Kennedy empfangen, der auf der achttägigen Busrundreise mit seinen spannenden Erklärungen und humorvollen, irischen Anekdoten und Tipps das Land und seine Menschen zu einem spannenden Aufenthalt werden ließ.

Dienstag, 01.05.2018, 07:05 Uhr

In der Kirche im Marienwallfahrtsort Knock finden zehntausend Gläubige Platz. Dort beteten die Wallfahrer und sangen zur Ehre Gottes. Anschließend stellte sich die Gruppe für ein Foto auf.
In der Kirche im Marienwallfahrtsort Knock finden zehntausend Gläubige Platz. Dort beteten die Wallfahrer und sangen zur Ehre Gottes. Anschließend stellte sich die Gruppe für ein Foto auf. Foto: privat

Gleich am ersten Tag stand der Besuch der Klostersiedlung Glendalough in den Wicklower Bergen an. Hier sollen sich um das Jahr 400 die ersten Eroberer Irlands – keltische Gälen – niedergelassen haben. Dort begann die Missionierung zum Christentum durch St. Kevin, St. Patrick und Ciaran. Der Anblick der prähistorischen Stätten, eingebettet in ein Tal zwischen Bäumen und Seen, mit eindrucksvollen Grabmälern, Hochkreuzen und dem Rundturm boten faszinierende Einblicke.

Die mittelalterliche Stadt Kilkenny und der Rock of Cashel, auch irische Akropolis genannt, standen am zweiten Tag auf dem Programm. Die große Kathedrale aus dem 4. Jahrhundert überragt auf einem Kalksteinhügel die Ebene und war Sitz der Könige von Munster. Im 12. Jahrhundert war die Kirche eines ihrer wichtigsten Zentren mit einem Rundturm und einem der bedeutendsten Hochkreuze Irlands. Die Sonne und das Wetter meinten es gut bei der Besichtigung in Cork.

Der „Ring of Kerry“ war sehenswert für alle, die Parks und Gärten lieben. Der Golfstrom bringt ein mildes Klima und so war die Panoramastraße, an deren Rändern tausende Narzissen blühen, ein Naturwunder, das die Pilger nicht vergessen werden. Das Mönchskloster Muckross Abbey, erwies sich als Herrschaftshaus von besonderer Schönheit.

Am nächsten Morgen ging die Reise zur westlichsten Halbinsel Dingel in der Grafschaft Kerry. Dort lockt eine großartige Naturlandschaft an der Küstenstraße. Je weiter man gen Meer fährt, desto karger wird sie. Die grandiosen Aussichten über die Atlantikküste waren eindruckvoll. Die Wanderung zum „Gallarus Oratorium“, eine 1000 Jahre alte, gut erhaltene, frühchristliche Kirche mit Kraggewölbe und das kleine Museum unterbrachen die Fahrt.

Mit der Fähre ging es über den Shannon. Die spektakulären Cliffs of Moher zogen alle in ihren Bann. Sie ragen 200 Meter aus dem Meer auf. Dabei ist der schichtweise Aufbau aus Schiefer und Sandstein gut zu sehen und auch die Tausende Seevögel, die auf den Vorsprüngen nisten.

Tags drauf fuhr der Bus zur Besichtigung durch das wilde Bergland von Connemara mit seinen Sümpfen und Mooren. Der krönende Abschluss war der Besuch von Kylemore Abbey mit ihren weitläufigen Gärten. Es ist ein Klostergebäude, sieht aber aus wie ein verspieltes Herrschaftshaus. In der Kirche konnten die Wallfahrer einem Chor lauschen. Im zum viktorianischen Klostergarten gehörenden Gartenhaus wurden Brot, Butter, Marmeladen und Säfte aus eigenem Anbau als Überraschungsleckerei gereicht.

Der Marienwallfahrtsort Knock stand am nächsten Tag auf dem Programm. Der Ort gilt neben Lourdes und Fatima als das bedeutendste Marienheiligtum Europas. Seit 1879 wird dort die Gottesmutter verehrt. Papst Johannes Paul II. und Mutter Teresa besuchten den Ort, der jährlich 1,5 Millionen Pilger im Gebet vereint. In der Kirche, in der zehntausend Gläubige Platz haben, beteten die Wallfahrer und sangen zur Ehre Gottes.

Clonmacnoise ist einer der wichtigsten Orte der frühchristlichen Geschichte in Irland. Die Reste des Klosters, 584 vom heiligen Kieran gegründet, wurden besichtigt. Der Reiseleiter erklärte, dass hier früher ein herausra-gendes Zentrum für Lehre und Glauben in ganz Europa war. Beeindruckend waren die Rundtürme und Überreste der Kathedrale mit Darstellungen des Nationalheiligen Patrick sowie des heiligen Francis und des heiligen Dominik.

Am Sonntag begaben sich die Eperaner zum Gottesdienst in der White friar Kirche St. Carmelite in Dublin. Danach erfolgten eine Stadtrundfahrt und ein Besuch des Trinity Colleges in Dublin mit dem berühmten Book of Kells. Vor dem Heimflug standen ein Besuch der St.-Patricks- Kathedrale in Dublin und ein Gang zur Christ Church Kathedrale an. Anschließend holte der Bus die Pilger dann zu einer Stadtrundfahrt ab und fuhr zum Phönixpark, in dem das Kreuz besucht wurde, an dem Papst Johannes Paul II. mit Zehntausenden irischen Gläubigen 1979 den Gottesdienst gefeiert hatte.

Am Flughafen Dublin dankte die Gruppe dem Reiseleiter John Kennedy, der mit seinen kompetenten und frohen Führungen Irland für sie zu einem Erlebnis der besonderen Art hatte werden lassen.

Zum Bildertausch sind die Teilnehmer am 11. Juni (Montag) um 19.30 Uhr in den Pfarrhof eingeladen. Dort können sie die Erlebnisse bei kleinen Leckereien und einem Guiness Revue passieren lassen.

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