Präsentation in Düsseldorf
Patentiertes Produkt aus Gronau

Gronau/Düsseldorf -

Beim Europatag in der Düsseldorfer Altstadt gab es am Samstag die Gelegenheit, 3D-Druckmaterial auf Kartoffelstärkebasis und einen Fußboden, der den Raum gesund macht, zu „Begreifen“. Das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie hatte gemeinsam mit der Landeshauptstadt die innovativen Firmen Luftkurholz, Nanobay, Smart Material Printing und 3-D.Services aus Gronau und Enschede eingeladen, ihre Produkte beim 18. Europatag einem breiten Publikum vorzustellen.

Donnerstag, 10.05.2018, 07:05 Uhr

In der Düsseldorfer Altstadt stellten die Gronauer Unternehmen ihre innovativen Produkte vor.
In der Düsseldorfer Altstadt stellten die Gronauer Unternehmen ihre innovativen Produkte vor. Foto: privat

„Das Luftkurholz kann Formaldehyd und andere flüchtige organische Verbindungen der Raumluft entziehen und unschädlich machen, so dass die Raumluft von Ausdünstungen aus vielen Baumaterialien und Möbeln wie Teppichen, Farben oder Schränken entlastet wird. Diese Stoffe sind krebserregend, allergieauslösend und vieles mehr“, sagte Dr. Matthias Bischoff , Neurowissenschaftler und einer der Gesellschafter von Luftkurholz. Das patentierte Produkt aus der Ideenschmiede von Dr. Gregor Luthe wird voraussichtlich im Herbst auf den Markt kommen. Eine Produktionshalle ist bereits aufgebaut und Kleinserien laufen.

Im Rahmen des durch die Euregio geförderten Rocket-Innovationsprojektes „Antibakterielle Kunststoffe“ unter Schirmherrschaft des Netzwerks für Nanomaterialien, Mikrosysteme und Werkstoffe aus NRW und der niederländischen Wirtschaftsförderung Oost NL haben die Firmen Nanobay und Smart Material Printing mit weiteren Partnern 3D-Druckkunststoff aus Kartoffelstärke entwickelt.

In Deutschland laufen bereits rund eine Million 3D-Drucker. So mancher Probedruck landet jedoch im Müll und erzeugt Plastikabfall und Mikroplastik. Das aus Kartoffeln und einem hochtemperaturstabilen Konservierungsmittel hergestellte Material druckt ebenso gut wie die herkömmlichen Kunststoffe. Jedoch wird es, über sechs Wochen in Wasser eingelegt, wieder zu Zucker, der von Bakterien abgebaut wird. Darüber hinaus kann das Material antibakteriell hergestellt werden. Die Gronauer Firma 3-D.Services will das Produkt vermarkten und hat dem staunenden Publikum in Düsseldorf Demonstrationen gegeben.

Die beteiligten Firmen haben sich durch Vermittlung der Wirtschaftsförderung im WZG kennengelernt. „Neben zahlreichen industriellen Anwendungen ist das Material auch für die Maker-Szene spannend. Wir hatten einen intensiven Austausch und viele interessante Gespräche auf dem Europatag“, sagt Silke Schäfers, Geschäftsführerin von Nanobay. Durch das Know-How von 3-D.Services wird das neue 3D-Print-Material für Endanwender problemlos einsetzbar. Davon konnte sich im März am WZG bereits der damals designierte Gesundheitsminister Jens Spahn überzeugen (die WN berichteten).

Die Bürgerinnen und Bürger in Düsseldorf informierten sich an zahlreichen Ständen über die EU und ihre Institutionen. Dabei standen Fragen wie „Welche Bedeutung hat Europa und die EU für uns?“, „Wie beeinflussen europäische Regelungen und Programme unser Leben?“ und „Wie kann jeder einzelne von der Europäischen Union profitieren?“ im Mittelpunkt zahlreicher Aktions- und Informationsangebote. Europäische Institutionen, Vereine, Konsulate und Parteien ergänzten das vielfältige Angebot.

Wer sich auch selbst ein aktuelles Bild machen möchte, kann die Gronauer Ideenschmiede am 10. Juni (Sonntag) zwischen 11 und 17 Uhr im Rahmen des Tags der Offenen Tür der Stadtwerke Gronau treffen.

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