Im Reitstall wird geschmust
Schmusestunden mit Sam

Gronau -

Kindergartenkinder entdecken den Pferdesport für sich. Aber vor dem Reiten geht es erst einmal ans Putzen.

Freitag, 29.06.2018, 08:00 Uhr

Pony Sam lässt sich von Laura bürsten, während Saskia Sibbing vom ReitSpaass LiSa das Tier am Halfter hält und mit ihm „tüddelt“. Der Besuch des Pferdehofes war für die angehenden Schulkinder der DRK-Kita Regenbogenland natürlich aufregend. Nach der Theorie sollte nun die Praxis – sprich das Reiten – mit dem Pferd folgen. Toll fanden die Kids vor allem das ins Fell rasierte Herz auf Sams Hinterteil.
Pony Sam lässt sich von Laura bürsten, während Saskia Sibbing vom ReitSpaass LiSa das Tier am Halfter hält und mit ihm „tüddelt“. Der Besuch des Pferdehofes war für die angehenden Schulkinder der DRK-Kita Regenbogenland natürlich aufregend. Nach der Theorie sollte nun die Praxis – sprich das Reiten – mit dem Pferd folgen. Toll fanden die Kids vor allem das ins Fell rasierte Herz auf Sams Hinterteil. Foto: Susanne Menzel

Geduldig steht Sam inmitten der Reithalle. Um ihn herum Kinder, die ihn ganz vorsichtig bürsten. „Merkt er das überhaupt?“, fragt ein Junge Saskia Sibbing, die das Pony am Halfter hält. „Klar“, bekommt er zur Antwort. „Für ihn ist das wie eine Massage, die er sehr genießt.“

„Kinder ans Pferd“ war der Projekttag betitelt, den der ReitSpaass LiSa gestern gemeinsam mit dem DRK-Kindergarten Regenbogenland durchgeführt hat.

Drei Mal waren Linda Lissek und Saskia Sibbing vom ReitSpaas LiSa zuvor in der Einrichtung, hatten den 13 angehenden Schulkindern zunächst einmal ein wenig theoretisches Wissen zum Umgang mit dem Pferd vermittelt. „In kindgerechter, spielerischer Form ging‘s dabei etwa ums Pferdeverhalten, um die Fütterung, natürlich haben wir auch ein wenig zur Anatomie erzählt, ebenso die einzelnen Pferdearten vorgestellt“, erzählt Saskia Sibbing, die den Projekttag gemeinsam mit ihrer Partnerin Linda Lissek zum ersten Mal angeboten hat.

„Aber als ausgebildete Tagesmutter wie auch durch die Vorschule zum Reitunterricht, die wir hier anbieten, sind wir den Umgang mit jüngeren Kindern gewöhnt – und können uns deshalb auch gut auf ihre Fragen einstellen“, lacht Sandra Sibbing. Regelmäßig unterrichten sie auf den drei Schulponys Sam, Marek und Indira sowie auf zwei Privatpferden Mädchen und Jungen ab dreieinhalb Jahren. „Gerade für die Motorik und den Gleichgewichtssinn sind die Stunden auf dem Pferderücken schon für jüngere Kinder ideal“, meint Saskia Sibbing.

Auch an diesem Morgen in der Reithalle können die Kids den Kontakt zum Pferd kaum erwarten. Streicheln, putzen, bürsten – am liebsten würden die Mädchen und Jungen alles gleichzeitig machen. „Ganz langsam, ihr kommt alle dran“, müssen die Erzieherinnen Kathrin Achteresch und Sandra Stresewski hin und wieder auf die Bremse treten. Um ein wenig „Dampf“ abzulassen, erproben die Kindergartenkinder erst einmal höchstselbst den aufgebauten Sprungparcours. Immer wieder hüpfen sie über Stangen und Hindernisse. „Da kommen die Pferde aber bestimmt auch ganz schnell aus der Puste“, meint ein Mädchen nach wenigen Minuten und lässt sich erschöpft in den Sand sinken. „Das hat ja vier Beine. Und kann deshalb länger springen als du“, gibt ihre Freundin zu bedenken.

Ein kurzer Schluck aus der Trinkflasche, dann sind die beiden Pferdefreundinnen aber schon wieder putzmunter. Mit einem kleinen Hocker als Trittstufe dürfen sie nun das Fell von Sam bearbeiten. Ein wenig Hilfestellung gibt‘s von den Erwachsenen beim Auskratzen der Hufe. „Das Putz-Material haben wir schon im Kindergarten kennengelernt“, betont Laura – und greift zielbewusst zum Auskratzer. Auch die Futterarten haben die Kinder noch parat.

Und dann ist endlich der große Moment gekommen: Es geht rauf auf den Rücken von Sam. Runde um Runde dreht er gemütlich mit den Sechsjährigen durch die Halle. Die sind jetzt mehr als zufrieden.

Und grinsen übers ganze Gesicht, als sie zum Abschluss des Projekttages noch eine Pferdeurkunde als besondere Erinnerung und Auszeichnung ausgehändigt bekommen.

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