„Kulturstrolche“
Lernfeld für kulturelle Entwicklung

Gronau -

Rapper, Indianer, Trommler – das Foyer der Lindenschule wurde am Freitagmorgen zur Bühne für kleine Künstler, die große Leistungen präsentierten. Rund 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b, die im zweiten Jahr am Projekt „Kulturstrolche“ teilnehmen, zeigten vor Mitschülern und Eltern, womit sie sich seit September 2017 jeweils an einem Tag in der Woche künstlerisch mit dem Schwerpunkt Musik auseinandergesetzt hatten.

Samstag, 14.07.2018, 09:00 Uhr

„Kulturstrolche“ als Rapper und Indianer. Die Schüler zeigten am Freitag die Ergebnisse ihrer Projektarbeit.
„Kulturstrolche“ als Rapper und Indianer. Die Schüler zeigten am Freitag die Ergebnisse ihrer Projektarbeit. Foto: Klaus Wiedau

Das Thema „Songwriting“ etwa stand für eine Gruppe unter der Leitung von Elena Westermann auf dem „Kulturstrolche“-Plan. „Wir sind legendär, wir sind superschnell“, rappten sie am Freitagmorgen in coolen Outfits, mit Sonnenbrille im Gesicht und Kopfhörer auf den Ohren.

Einen Tag im Leben der Indianer hatten andere Schüler ihr Werk überschrieben, dass sie im Rahmen eines Musiktheater-Workshops unter Leitung von Tania Reith erarbeitet hatten. Ideen und Abläufe stammten dabei aus der Feder der Kinder. Um den Bau von Trommeln ging es in einer dritten Gruppe, die die Instrumente unter der künstlerischen Obhut von Lars Rohlfs selbst anfertigten und zeigten, dass darauf tatsächlich Töne zu erzeugen waren.

Melanie Mönninghoff, kommissarische Leiterin der Lindenschule, lud zu Beginn die Eltern der „Kulturstrolche“ ein, die Ergebnisse der Nachwuchskünstler zu bestaunen. Das Projekt biete den Schülern die Möglichkeit, „sich an einem Tag in der Woche selbst künstlerisch auszuprobieren, das eigene Potenzial zu entfalten und schlummernde Talente zu wecken“. Mönninghoff: „Kultur sichtbar zu machen, ist ein wichtiges Lernfeld für die kulturelle Entwicklung.“ Ergänzend zum schulischen Angebot, bei dem es um die Vermittlung von formalem Wissen gehe, werde durch das Projekt „Kulturstrolche“ auch Kompetenz in anderen Bereichen vermittelt.

Mönninghoff dankte in diesem Zusammenhang den jeweiligen künstlerischen Workshopleitern und den Klassenlehrern (Sandra Immink und Achim Aertken). Ihr besonderer Dank galt zudem der Bürgerstiftung Gronau, die das Projekt durch Zuwendungen finanziert.

Nach ihrer Aufführung hatten sich die Schülerinnen und Schüler den Start in die langen Sommerferien verdient. Danach dürfen sie sich auf eine weitere Herausforderung als „Kulturstrolche“ freuen. Im kommenden Schuljahr wird es, so Mönninghoff, um das Thema „Kunst zum Anfassen“ gehen. Geplant ist unter anderem Workshop zu „Hip-Hop“ und ein Buch-Projekt.

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