Pfarrhaus St. Agatha: Meinung der Gemeinde gefragt
Fassaden-Entwürfe vorgestellt

Epe -

Klassisch? Modern? Oder Landhaus-Stil? Pläne für eine mögliche Fassadengestaltung des neuen Pfarrhauses der St.-Agatha-Gemeinde hängen seit dem Wochenende zur Ansicht in der Kirche aus. Pfarrer Thorsten Brüggemann pinnte die vom Architekturbüro Ubbenhorst in Münster erarbeiteten drei Varianten am Samstag gemeinsam mit Sakristan Christian Holtkamp an zwei Stellwände.

Montag, 23.07.2018, 06:38 Uhr

Die klassische Variante – mit Dachüberständen und großen Fenstern. Pfarrer Thorsten Brüggemann hängte die Pläne am Samstag persönlich in der Kirche auf.
Die klassische Variante – mit Dachüberständen und großen Fenstern. Pfarrer Thorsten Brüggemann hängte die Pläne am Samstag persönlich in der Kirche auf. Foto: Architekturbüro Ubbenhorst/ Foto: Klaus Wiedau

Brüggemann betonte, dass es sich um Entwürfe zur „möglichen“ Fassadengestaltung handle, über die noch nicht entschieden sei. „Der Kirchenvorstand lädt alle Interessierten ein, sich selbst ein Bild zu machen und Rückmeldungen an das Gremium oder an mich zu geben“, so Brüggemann im Gespräch mit den WN. Eine weitergehende Beratung im Kirchenvorstand finde erst nach der Sommerpause im September statt, kündigte der Pfarrer an.

Pfarrer Thorsten Brüggemann präsentiert die Entwürfe.

Pfarrer Thorsten Brüggemann präsentiert die Entwürfe. Foto: Klaus Wiedau

Auf Nachfrage bestätigte Brüggemann, dass es bisher keine neuen Nachrichten des Amtes für Denkmalpflege zur Denkmaleigenschaft des bestehenden Pfarrhauses gibt. Der Eper Heimatverein und eine namentlich nicht genannte Privatperson hatten – wie berichtet – den Antrag auf Überprüfung der Denkmaleigenschaft für das Gebäude gestellt. Die Gemeinde hatte zuvor bekannt gegeben, das Pfarrhaus nicht sanieren, sondern durch einen Neubau ersetzen zu wollen.

Die moderne Variante.

Die moderne Variante. Foto: Architekturbüro Ubbenhorst

Hintergrund dieser Entscheidung ist vor allem die Kostenseite, wie der Kirchenvorstand bei einer Infoveranstaltung betonte: Eine Sanierung des bestehenden Pastorats würde rund 1,1 Millionen Euro kosten. Ein Neubau – funktionaler, kleiner und energetisch auf dem neuesten Stand – wäre mit rund 1,2 Millionen Euro nur rund 100 000 Euro teurer. Zudem fördert das Bistum einen Neubau höher als eine Sanierung. Im Klartext: Von den Neubaukosten würde das Bistum 900 000 Euro übernehmen, die restlichen 300 000 müsste die Gemeinde aufwenden. Bei einer Sanierung des bestehenden Pfarrhauses würde der Bistums-Zuschuss nur 50 Prozent der Kosten ausmachen, der Eigenanteil der Gemeinde läge dann bei 550 00 Euro. Zudem gehen Fachleute davon aus, dass eine Sanierung Überraschungen bescheren könnte, die das Vorhaben weiter verteuern würden. Sollten die Neubaupläne greifen – das alte Pastorat also kein Denkmal sein – könnte mit dem Bau Anfang 2019 begonnen werden, die Fertigstellung würde dann im 2020 erfolgen.

Die Variante „Landhaus-Stil“

Die Variante „Landhaus-Stil“ Foto: Architekturbüro Ubbenhorst

Die drei jetzt in der Kirche präsentierten Entwürfe zeige einen Pfarrhaus-Neubau in drei unterschiedlichen Stilrichtungen – alle Varianten gehen von einem Klinkerbau mit Pfannendach aus.

► Die „klassische“ Variante zeigt das Pfarrhaus und den separaten Verwaltungsbau als Baukörper mit Dachüberständen und außenliegender Dachrinne. Die Fensterflächen sind groß;

► Die Landhaus-Variante orientiert sich an der für den Baustil typischen Giebelgestaltung. Kleinteilige Sprossenfenster und Fenstereinfassungen mit Sandstein-Optik kennzeichnen darüber hinaus diesen Entwurf.

► Die moderne Variante verzichtet – wie wohl auch der Usprungsbau des Pfarrhauses – auf Dachüberstände, wird aber durch eine andere Form der Fensteranordnung und Gestaltung gekennzeichnet. So sind bei diesem Entwurf beispielsweise die Fenster im Verwaltungsbau quer angeordnet.

Die Pläne sollen jetzt für einige Wochen im hinteren Teil des Gotteshauses aushängen und werden sicherlich für Diskussionen in der Gemeinde sorgen.

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