Stadtteilfest am 1. September
Der Westen bewegt sich

Gronau -

Auf den ersten Blick ist es „nur“ ein Stadtteilfest. An der Wittekindshofer Werkstatt, Schürblick 2-4, wird es ein kurzweiliges Programm mit überwiegend bewährten Angeboten geben: Motorradrundfahrten, Tombola, Bühnenprogramm, Spiel- und Mitmachaktionen.

Samstag, 18.08.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 18.08.2018, 14:00 Uhr
Im Verwaltungsgebäude der Diakonischen Stiftung Wittekindshof an der Landgrafenstraße kamen Vertreter der teilnehmenden Institutionen zusammen: (v.l.) Pfarrer Dr. Dierk Starnitzke (Wittekindshof), Imam Ekrem Kurt, Kenan Demir und Abdusalem Gürbüz (Türkisch-Islamische Gemeinde Gronau), Pfarrer Edward Pawolka (St.-Antonius-Gemeinde Gronau), Ella Buresch (Wittekindshof), Bürgermeisterin und Schirmherrin Sonja Jürgens, Malik Faisal (Islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ)), Pfarrer Willy Bartkowski (Ev. Kirchengemeinde Gronau), Imam Mustansar Ahmad und Tahir Mahmood (Islamische Gemeinde AMJ) und Torsten Radau (Mitorganisator, Jugendzentrum Luise).
Im Verwaltungsgebäude der Diakonischen Stiftung Wittekindshof an der Landgrafenstraße kamen Vertreter der teilnehmenden Institutionen zusammen: (v.l.) Pfarrer Dr. Dierk Starnitzke (Wittekindshof), Imam Ekrem Kurt, Kenan Demir und Abdusalem Gürbüz (Türkisch-Islamische Gemeinde Gronau), Pfarrer Edward Pawolka (St.-Antonius-Gemeinde Gronau), Ella Buresch (Wittekindshof), Bürgermeisterin und Schirmherrin Sonja Jürgens, Malik Faisal (Islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ)), Pfarrer Willy Bartkowski (Ev. Kirchengemeinde Gronau), Imam Mustansar Ahmad und Tahir Mahmood (Islamische Gemeinde AMJ) und Torsten Radau (Mitorganisator, Jugendzentrum Luise). Foto: F. Zimmermann

Das Motto „Der Westen bewegt sich“ ist bewusst mehrdeutig zu verstehen. Denn das Fest soll auch für Bewegung in den Köpfen der Menschen sorgen. Denn viele Menschen mit und ohne Behinderungen aus vielen Herkunftsländern leben und arbeiten im Stadtteil. Das soll sich auch bei der großen Sause widerspiegeln. Das Fest wird von 24 Vereinen, sozialen Trägern und Religionsgemeinschaften getragen.

Bereits seit Januar laufen die Vorbereitungen. Am Donnerstag fand ein zweites Vorbereitungstreffen von Organisatoren sowie Vertretern verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften statt. Dabei ging es unter anderem um den festlichen Auftakt durch die vertretenen Religionsgemeinschaften. „Ich freue mich sehr über das Treffen und auf die gemeinsame Feier in zwei Wochen“, sagte Pfarrer Dr. Dierk Starnitzke von der Diakonischen Stiftung Wittekindshof zur Begrüßung. Gemeinsame Basis für die Christen und Muslime sollen Texte und Gedanken zu Abraham sein, dem „Urvater“ der drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam. „Ich finde es sehr gut, wenn die Gemeinsamkeiten der verschiedenen religiösen Schriften zur Sprache kommen“, sagte Bürgermeisterin Sonja Jürgens. Als Schirmherrin war sie ebenfalls zum Vorbereitungstreffen gekommen, obwohl sie eigentlich noch in Elternzeit ist.

Nicht mit am Tisch, aber dennoch schon schwer aktiv ist zum Beispiel Kasten Werner vom Schützenverein Brook-Spechtholtshook, der die Tombola organisiert. Oder die Motorradfahrer, deren Rundfahrten schon auf früheren Festen sehr beliebt waren. „Der ehrenamtliche Einsatz für das Stadtteilfest macht deutlich, dass sehr vielen Menschen im Stadtteil an einem guten, nachbarschaftlichen Verhältnis gelegen ist und dass sie das gemeinsame Ziel verfolgen, verschiedene Kulturen, Religionen sowie Menschen mit und ohne Behinderungen in Kontakt zu bringen und so Barrieren abzubauen“, ist Ella Buresch überzeugt. Buresch bildet zusammen mit Torsten Radau von der Luise ein Duo, das für die Koordination des Stadtteilfests zuständig ist.

Die Stiftung Wittekindshof nutzt als Gastgeber für das Fest die Gelegenheit, viele Bereiche ihrer Werkstätten vorzustellen: Schreinerei, Metallverarbeitung, Intensiv-Bereich für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen und das Gronauer Bildungszentrum. Gleichzeitig liegt auch die logistische Organisation für das Fest bei Werkstattleiter Michael Bleiber und dem Team der Wittekindshofer Werkstätten. Sie sorgen unter anderem für die Strom- und Wasserversorgung. Am 1. September allerdings wird dies für die Festbesucher keine große Rolle spielen. Sie wollen wahrscheinlich lieber über den Clown Frank Boss lachen, oder mit der Musikgruppe Samba Solé grooven. Gut so! Denn wenn es viele ungezwungene Begegnungen gibt, erreicht das Fest genau das, was sich die Organisatoren erhoffen.

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