Aktuelle Pläne für den Drilandsee werden präsentiert
Gastronomie wird ausgeklammert

Gronau -

Das Thema „Nutzungskonzept Dreiländersee“ geht in die nächste Runde. In einer gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Verkehrsausschuss werden am Dienstag (4. September) ab 17 Uhr im Rathaus die ins Auge gefassten Veränderungen im Erholungsgebiet vorgestellt. Auf der Grundlage einer öffentlichen Bürgerversammlung und zweier Workshops soll es dabei um vier Bauabschnitte gehen, die zunächst angegangen werden sollen. Der umstrittene Punkt „Gastronomie“ wird dabei erst einmal ausgeklammert.

Dienstag, 28.08.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 08:00 Uhr
Ein Teil des Drilandsees aus der Vogelperspektive: Die Stadt plant Veränderungen im Bereich des Erholungsgebietes. Der aktuelle Planungsstand wird am 4. September vorgestellt.
Ein Teil des Drilandsees aus der Vogelperspektive: Die Stadt plant Veränderungen im Bereich des Erholungsgebietes. Der aktuelle Planungsstand wird am 4. September vorgestellt. Foto: Rainer Doetkotte

Gerade die Überlegungen für die Schaffung einer ufernahen Gastronomie hatte nach der ersten Präsentation der Änderungspläne im Sommer 2017 für kritische Töne aus den Reihen der Bürger und von den heute am See ansässigen Gastronomen gesorgt. Hinterfragt wurden aber auch andere Details des Entwurfes, so etwa der Bau einer Promenade am Südufer des Sees.

In den überarbeiteten Entwurf flossen nach Angaben der Verwaltung im Rahmen eines ersten Workshops (April 2018) Anregungen von Anliegern und Bürgern ein. Der zweite Workshop diente dazu, die bei den ersten Beratungen beschlossenen Punkte in einem Prioritätenkatalog zusammenzufassen. Danach ist (auf der Grundlage einstimmiger Beschlüsse) folgendes Vorgehen geplant:

► Bauabschnitt 1 sieht die Sanierung der Sanitäranlagen sowie die Erweiterung der Duschmöglichkeiten am Badestrand vor. Der Vorplatz am Seezugang soll attraktiver gestaltet und mit zusätzlichen Fahrradstellplätzen bestückt werden. Außerdem soll die Promenade zwischen Strand und Liegewiese ausgebaut werden.

► Bauabschnitt 2: Geplant ist die Sanierung und Erneuerung des vorhandenen Bootssteges. Der Hafenvorplatz soll attraktiver werden. Die Promenade soll (entlang der vorhandenen Gastronomie geführt) bis zum Reiterparkplatz realisiert werden. Künftig soll die Außengastronomie des „Seeblicks“ an die Promenade heranreichen können. Die Zuwegung zum Hafen soll (durch Aufastung von Bäumen oder Verlegung des Weges) so überarbeitet werden, dass schon vom Weg aus ein Blick auf den See möglich ist.

► Bauabschnitt 3 umfasst den Ausbau der Promenade im Bereich der Wiesenlandschaft unterhalb des Hügels zwischen Badestrand und Hafen. Einstimmig wurde in den Workshops beschlossen, zwischen Parkplätzen und See eine Schneise durch den Hügel zu realisieren.

► Bauabschnitt 4: Hier soll unter dem Aspekt „Natur erleben“ eine Umsetzung der geplanten Stationen (Informationsstationen zu Wasser und Wald, Aussichtsturm) angegangen werden. Weitere Stichworte in diesem Bereich sind die Feuerwehrzufahrt und die Zulassung von Radverkehr (mit entsprechend breiterer Wegeführung). Mit den Stadtwerken soll zudem die Möglichkeit einer dezenten Beleuchtung in den vier Bauabschnitten überlegt werden.

Das Büro NSP (Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten Stadtplaner) aus Hannover, das im vergangenen Jahr die Planungsgrundlage für die jetzt anvisierten Veränderungen im Erholungsgebiet geschaffen hat, soll mit der weiteren Detailplanung beauftragt werden. Gelder für die Planungskosten stehen im Etat 2018 zur Verfügung, die Mittel für die Umsetzung der Pläne sollen im Haushaltsplan 2019 bereitgestellt werden.

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