Fremde Fahrtenschreiberkarte genutzt
Dreister Tacho-Betrug kommt teuer zu stehen

Gronau -

Eine fremde Aufzeichnungskarte nutzen, um die eigenen Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern: Einem besonders dreisten Berufskraftfahrer sahen sich jetzt Beamte des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde in Gronau gegenüber.

Mittwoch, 12.09.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 17:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 18:00 Uhr
Lastwagenfahrer müssen regelmäßige Pausen machen. Die Lenk- und Ruhezeiten werden mit dem Fahrtenschreiber dokumentiert.
Lastwagenfahrer müssen regelmäßige Pausen machen. Die Lenk- und Ruhezeiten werden mit dem Fahrtenschreiber dokumentiert. Foto: dpa

Erwischt haben die Beamten einen 29-jährigen Lkw-Fahrer am vergangenen Freitag bei einer Kontrolle auf einem Rastplatz an der Bundesstraße 54. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann vor dem Antritt seiner Fahrt eigentlich noch eine Ruhezeit von mindestens neun Stunden hätte einlegen müssen.

Sein Verhalten zieht erhebliche juristische Folgen nach sich: Das widerrechtliche Benutzen einer fremden Fahrerkarte im digitalen Aufzeichnungsgerät seines Lkw stellt einen Straftatbestand dar. Weitere Verstöße gegen Sozialvorschriften im gewerblichen Güterverkehr kommen hinzu.

Die Polizei entließ den 29-Jährigen mit Wohnsitz im Ausland erst, nachdem er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 750 Euro erbracht hatte. Weiterfahren durfte der Lkw-Fahrer zudem erst, nachdem er die vorgeschriebene Ruhezeit erreicht hatte.

Konsequenzen kommen nun auch noch auf einen seiner Berufskollegen zu: Die Polizei leitete ein gesondertes Ermittlungsverfahren gegen einen anderen Fahrer ein – den tatsächlichen Inhaber der Fahrerkarte, heißt es in einer Mitteilung.

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken setzt auch weiterhin auf gezielte Kontrollen, mit denen er den Gefährdungen entgegentreten will, die von übermüdeten Kraftfahrern ebenso ausgehen wie von technischen Mängeln.

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