Tipps der Verbraucherzentrale
Anbau und Arbeitsbedingungen sind nicht Banane

Gronau -

Bananen gehören in Deutschland zum beliebtesten Obst. Obwohl die Südfrüchte eine Reise um die halbe Welt zu uns zurücklegen müssen, sind sie im Supermarkt oft preiswerter als Äpfel zu bekommen.

Samstag, 15.09.2018, 17:40 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 17:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 17:40 Uhr
Fairtrade-Bananen gibt es nur als Bio-Ware.
Fairtrade-Bananen gibt es nur als Bio-Ware. Foto: TransFair e. V.

Bananen gehören in Deutschland zum beliebtesten Obst. Obwohl die Südfrüchte eine Reise um die halbe Welt zu uns zurücklegen müssen, sind sie im Supermarkt oft preiswerter als Äpfel zu bekommen. Leittragende sind die Produzenten, die durch den Preisdruck der Ex- und Importeure sowie Supermärkte keine existenzsichernde Preise erhalten. Im folgenden Text der Verbraucherzentrale können interessierte Verbraucher erfahren wie sie als Konsumenten den fairen Handel unterstützen und woran sie die fairen Früchte erkennen können:

►  Nachteile herkömmlicher Handelsangebote : Während Menschen auf den Bananenplantagen in warmen Ländern arbeiten, werden häufig hohe Mengen an Pestiziden eingesetzt, die bei Arbeitskräften schwere gesundheitliche Schäden bewirken können. Begleitet wird das Einnebeln von 15-Stunden-Arbeitstagen und einer Vergütung meist weit unter dem Mindestlohn. Oft arbeiten die Menschen auch ohne Arbeitsvertrag und haben deshalb keinen Zugang zu Gesundheits- und Sozialversicherungen. Zudem können Kleinbauernfamilien etwa in Kolumbien und Ecuador in Konkurrenz mit riesigen Bananenplantagen beim Preisdruck durch Ex- und Importeure sowie Supermärkte nicht mithalten.

►  Vielfaches Plus bei Bananen aus fairem Handel : Bananen aus fairem Handel stehen hingegen für Anbaubedingungen, bei denen Mensch und Umwelt nicht ausgebeutet werden. Die Bananenbauern erhalten für ihre Ernte einen garantierten Mindestpreis und zusätzlich eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Langfristige Lieferverträge sichern ihre Existenz. Alle Fairtrade-Bananen gibt es außerdem nur als Bio-Ware: Der Einsatz von Pestiziden ist auf den Plantagen strikt verboten. Diese sozial- und umweltverträglichen Vorgaben rechnen sich: Rund zwölf Prozent der in Deutschland verkauften Bananen stammen inzwischen aus fairem Handel. Auch Discounter und Supermärkte bieten faire Bananen an. Zu erkennen sind die Südfrüchte am blau-grünen Fairtrade-Siegel.

In der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Gronau an der Konrad-Adenauer-Straße 45, ✆  02562 60869601, gibt es kostenlose Informationen rund um das beliebte Obst sowie ein kostenloses Rezeptheft, damit das Kochen und Backen mit den fairen Früchten gelingt.

Weitere Informationen zum globalen Thema und zur Frage, was sich hinter anderen Nachhaltigkeits-Labeln verbirgt, finden Interessenten online.

 

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