Große Mehrheit im Rat
Groß-Holtick wird neuer Stadtbaurat

Gronau -

Der 56 Jahre alte Ralf Groß-Holtick wird neuer Technischer Beigeordneter/Stadtbaurat in Gronau. In der Ratssitzung am Mittwochabend wurde er mit großer Mehrheit gewählt: 35 Ratsmitglieder stimmten für ihn, drei – die beiden Ratsmitglieder der Linken sowie Herbert Krause (Pro Bürgerschaft/Piraten) – votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung der Gal.

Mittwoch, 19.09.2018, 21:32 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 19:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.09.2018, 21:32 Uhr
Ralf Groß-Holtick nahm mit seiner Frau Claudia (r.) die Glückwünsche von Bürgermeisterin Sonja Jürgens entgegen.
Ralf Groß-Holtick nahm mit seiner Frau Claudia (r.) die Glückwünsche von Bürgermeisterin Sonja Jürgens entgegen. Foto: Klaus Wiedau

Der zweite Kandidat, der sich dem Rat ursprünglich ebenfalls vorstellen sollte, hatte seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen.

Ralf Groß-Holtick ist derzeit noch Generalbevollmächtigter der Landsberg‘schen Zentralverwaltung und Geschäftsführer der Sportschloss Velen GmbH in Velen. Er wird seine neue Stelle in Gronau voraussichtlich im Januar oder Februar antreten. Seine Amtsperiode beträgt acht Jahre.

In einem Dreiklang – Person, beruflicher Werdegang und seine Pläne für die Stadt Gronau – stellte sich Groß Holtick vor. Der gebürtige Bocholter ist verheiratet, hat drei mittlerweile erwachsene Kinder – „Was die Diskussion um die Residenzpflicht einfacher macht“ – und engagiert sich unter anderem im Deutschen Roten Kreuz und im Hospizverband Westmünsterland.

Er war nach dem Studium zunächst Rechtsanwalt in Bremen, wechselte als Rechtsamtsleiter und später als Dezernent in die Verwaltung nach Lemgo. 1996 wurde er Bürgermeister von Velen. „Von dort kenne ich auch die Situation einer Kommune mit zwei Ortsteilen“, sagte er. In seiner Funktion wurde er zweimal wiedergewählt. In seiner Amtszeit baute die Gemeinde Velen ihr Schulden ab. „Gestalten, nicht verwalten lautete die Aufgabe in Velen. Ich verstehe mich als Komponist, nicht als Notenwart.“

2009 kandidierte er als Parteiloser bei der Bürgermeisterwahl in Coesfeld, wo er aber nur Zweiter wurde.

Seine jetzige Stelle wolle er aufgeben, da der Erbe des mittlerweile verstorbenen Grafen von Landsberg im Mai ins das Familienunternehmen eintreten wird. „Und das Unternehmen braucht langfristig keine zwei Chefs.“

In Gronau und Epe sehe er viele reizvolle Aufgaben. „Es gibt viele Musikrichtungen mit unterschiedlichen Tempi und Rhythmen“, blieb er im musikalischen Bild. Er strebe nach Gleichklang und Harmonie, wolle daher auch Verwaltung und Rat bei der Entwicklung der Innenstadt, der Rathaus-Sanierung und der Feuer- und Rettungswache synchronisieren.

Schulbaustellen, die Akquise von Gewerbe- und Wohnbaugebieten, das Bahnhofsumfeld, die Wirtschaftsförderung der Stadt nannte er als weitere Aufgaben. „Wir müssen auch an einen Haushalt ohne Urenco denken“, gab er zu bedenken.

Was den Standort- und Stadtmarketing angehe, sei Gronau bereits gut aufgestellt. Er lege zudem Wert auf interkommunale Zusammenarbeit, auch mit den niederländischen Nachbarn.

Gemeinsam mit der Politik, der Verwaltung und der Bevölkerung wolle er Swing in die Jazzstadt Gronau bringen.

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