Innenstadt: Rat spricht sich für Entwurf des Büros SAL aus
„Meilenstein für die Zukunft“

Gronau -

Die Planung verspricht ein neues Stadterlebnis, eine urbane Innenstadt, die zum Bummeln und Verweilen einlädt. Auf dem Weg dorthin hat der Rat der Stadt am Mittwochabend einen weiteren Schritt getan: Bei einer Gegenstimme sprach sich das Gremium dafür aus, die Gestaltung der Freiflächen in der City auf der Basis eines Entwurfes des Büros SAL (Münster) weiterzuführen und mit der Öffentlichkeitsarbeit zu beginnen.

Samstag, 22.09.2018, 08:40 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 22.09.2018, 08:40 Uhr
Landschaftsarchitekt Stephans Bracht vom Büro SAL (Münster) stellte dem Rat die Planung für die Freiflächen in der Innenstadt vor, die im Zuge des Drio-Projektes neu gestaltet werden sollen.
Landschaftsarchitekt Stephans Bracht vom Büro SAL (Münster) stellte dem Rat die Planung für die Freiflächen in der Innenstadt vor, die im Zuge des Drio-Projektes neu gestaltet werden sollen. Foto: Klaus Wiedau

Landschaftsarchitekt Stephan Bracht hatte zuvor das bereits im Bau- und im Verkehrsausschuss präsentierte Konzept vorgestellt (die WN berichteten ausführlich). Im Rat gab es dafür Zustimmung von fast allen Fraktionen. Sebastian Laschke ( CDU ) sprach von „positiver Entwicklung“ und einem „Meilenstein für die Zukunft“. Für Erich Schwartze (FDP) eröffnet die Planung „gute Perspektiven“ für Veränderungen in der Innenstadt: „Ich freue mich besondere über die Verzahnung von neuen Elementen mit dem Bestand“. Auch Rainer Doetkotte (CDU) merkte an, dass verschiedene Elemente, die es heute schon in der Stadt gebe, aufgenommen werden sollen. Nach Hinweisen von Bürgern bat er den Planer darum, die Gedenktafel, die an die einstige Gronauer Synagoge erinnert, in das neue Konzept einzubinden und dabei Standort und Gestaltung zu überdenken.

Auch die SPD stehe dem Konzept positiv gegenüber, so Sprecher Norbert Ricking. Er bat indes darum, ein besonderes Augenmerk auf „Familienfreundlichkeit“ in der Gestaltung zu leben. „Positiv überrascht“ habe ihn die Idee des Planers, Fußgänger- und Radfahrverkehr nebeneinander in der Neustraße zuzulassen: „Ich freue mich auf die heißen Diskussionen, die wir darüber noch führen werden.“

„Wir wollen den nächsten Schritt gern mit Ihnen gehen“, begrüßte auch Jörg von Borczyskowski (UWG) den Entwurf. Herbert Krause (Pro Bürgerschaft/Piraten) gab dem Planer eine Reihe von Fragen mit auf den Weg. Die Bandbreite reicht von einem – ihm fehlenden – echten Rundlauf in der City über Fragen der Nachhaltigkeit bis zu Raum für Spielmöglichkeiten und Kunst.

Gabi Drees (fraktionslos) sprach sich dafür aus, möglichst viele bestehende Bäume zu erhalten. Bracht erläuterte indes mit Blick auf geplante Neupflanzungen, dass der heutige Baumbestand „zu viel zum Leben und zu wenig zum Sterben hat“. Die Art und Weise, in der die Gehölze seinerzeit gepflanzt worden seien, bieten „keine Bedingungen, die perspektivisch das leisten können, was wir mit der Pflanzung wünschen“.

Ein Nein zur Planung gab es von der Gal: Das Konzept sei zwar durchdacht, er werde es aber trotzdem ablehnen, machte Udo Buchholz deutlich. „Wir wissen nicht, wie sieh Drio, Rathaus und Bahnhofstraße entwickeln.“ Insofern sei es „zu früh, die Plätze drumherum zu planen.“ Dem widersprach Jörg von Borczyskowski. In einer Frage sei er sich ganz sicher: „Die Bürger haben nicht den Eindruck, dass wir bei der Innenstadt mit irgendwelchen Planungen zu früh dran sind . . .“

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