Sportvereine starten Projekt
Ampelkreuzungen sicherer machen

Gronau -

Mit zwei Verkehrsspiegeln und einem Bürgerantrag für mehr Verkehrssicherheit in der Hand sorgten Andre Mönsters vom Sportverein Vorwärts Gronau und Monika Klümper vom Schwimmverein Gronau für eine ungewöhnliche Bürgermeister-Sprechstunde.

Mittwoch, 26.09.2018, 08:39 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 08:39 Uhr
Mit einem Antrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit überraschten Monika Klümper und Andre Mönsters (l.) sowie Christian Kröger (Sparkasse, r.) Bürgermeister-Vertreter Rainer Doetkotte.
Mit einem Antrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit überraschten Monika Klümper und Andre Mönsters (l.) sowie Christian Kröger (Sparkasse, r.) Bürgermeister-Vertreter Rainer Doetkotte. Foto: privat

Die Überraschung war umso größer, da die beiden Vereinsvertreter nicht nur die überzeugende Idee zur Überwindung des toten Winkels zwischen Radfahrern und Lastkraftwagen oder Bussen im Gepäck hatten, sondern auch gleich die fertige Finanzierung durch die Sparkasse Westmünsterland mitlieferten. Die ersten Verkehrsspiegel übergaben die Sport- und Sponsorenvertreter dem Bürgermeistervertreter auf der Kreuzung Gildehauser Straße, Vereinsstraße, Overdinkelstraße.

Ziel ist es, flächendeckend an den Ampelkreuzungen der Stadt die Sicherheit zu erhöhen. „Sie sprechen nicht nur ein echtes Verkehrsproblem an, sondern Sie packen es an“, so Doetkotte anerkennend. Wenn rechtsabbiegende Lkw und Radfahrer an Kreuzungen mit Ampelanlagen aufeinandertreffen, entstehen im Straßenverkehr häufig gefährliche Situationen, die zu schweren Unfällen führen können. Eine flächendeckende Ausstattung von Lkw mit „Totwinkelwarnern“ liegt noch in ferner Zukunft. Ein äußerst wirksames Mittel zur Bekämpfung dieser Unfallursache sind konvexe Spiegel, die an Ampeln angebracht werden und den Verkehrsbeteiligten ermöglichen, sich gegenseitig wahrzunehmen.

In Münster und Osnabrück werden die Spiegel seit einigen Jahren mit Erfolg eingesetzt. „Wir haben im Vorfeld mit dem zuständigen Mitarbeiter des Amtes für Verkehrsplanung in Münster gesprochen. Schon die Anwesenheit der Spiegel sensibilisiert die Verkehrsteilnehmer für die Problematik. Ein möglicher Blickkontakt zwischen Lkw- und Radfahrern vermeidet definitiv Unfälle“, so Andre Mönsters , Vorsitzender von Vorwärts Gronau. „Wir möchten nicht nur, dass unsere Kinder in den Vereinen sicher trainieren, sondern erhoffen uns durch dieses Projekt, dass auch der Weg zu den Trainingsstätten sicherer wird. Wir sehen hier eine echte Chance wirkungsvoll präventiv tätig zu werden“ so Monika Klümper , Geschäftsführerin des Schwimmvereins Gronau.

Als finanzieller Partner konnte die Sparkasse Westmünsterland gewonnen werden. Ein Großteil der zu erbringenden Summe ist hierdurch gewährleistet. Falls die Mittel nicht ganz ausreichen, soll der Rest über Patenschaften bzw. Spenden finanziert werden. „Ein tolles Projekt, dass wir als Sparkasse gern unterstützen“ unterstreicht Christian Kröger, Teamleiter des Finanzzentrums Epe. „Diese Art von Ideen bestätigt uns in unserer Philosophie, gemeinnützige Projekte zu fördern.“ Unterstützung wünschen sich die Initiatoren von der Stadt bei der Umsetzung. Eine Auswahl der geeigneten Ampeln kann durch Polizei und Verkehrsplaner erfolgen. Bei der Anbringung wird um die Hilfe des Bauhofs gebeten. „Zum Schwimmverein verbindet uns seit Jahren eine enge Freundschaft“, so Andre Mönsters. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam ein Projekt starten, bei dem wir uns nicht nur als Ehrenamtler im Sport wiederfinden, sondern auch als Eltern.“

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