Beschluss des Umweltausschusses
Runder Tisch für die Artenvielfalt

Gronau -

Mit der Erhaltung und Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften soll sich künftig ein Runder Tisch beschäftigen.

Freitag, 28.09.2018, 09:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 28.09.2018, 09:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 28.09.2018, 09:50 Uhr
Jährlich ein Viertel der öffentlichen Flächen, die derzeit beackert werden, für die Ziele der Artenvielfalt zurückzugewinnen – dieser Antrag wurde jetzt im Umweltausschuss diskutiert.
Jährlich ein Viertel der öffentlichen Flächen, die derzeit beackert werden, für die Ziele der Artenvielfalt zurückzugewinnen – dieser Antrag wurde jetzt im Umweltausschuss diskutiert. Foto: Peter Bromberg

Mit der Erhaltung und Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften soll sich künftig ein Runder Tisch beschäftigen. Dem werden Vertreter der im Rat vertretenen politischen Parteien, der Stadtbaurat, der Vorsitzende des Umweltausschusses, Experten aus der Stadtverwaltung, der Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Ortsverbände sowie die Ortslandwirte, der Hegeringsleiter und Vertreter der Naturschutz- und Landschaftswarte angehören. Der Umweltausschuss stimmte dem Antrag der Fairen Kitas in Gronau und Epe sowie des Landschaftswarts Sascha Brütting zu.

Brütting hatte vorgeschlagen, jährlich ein Viertel der öffentlichen Flächen, die derzeit beackert werden, für die Ziele der Artenvielfalt zurückzugewinnen. Auch die Kitas hatten sich mit dem Thema – vor allem mit der Bedeutung von Bienen – beschäftigt.

Brütting sieht die dringende Notwendigkeit, zum Beispiel Raine und Randstreifen für die Tier- und Pflanzenwelt zurückzugewinnen. Schließlich, so führte er in seinem Antrag aus, seien zahlreiche Arten gefährdet, Gerade bedrohten Insekten könnten Wegraine, Feldwege und Ackerrandstreifen eine Chance zum Überleben bieten. Die Raine durchzögen die intensiv genutzte Agrarlandschaft und hätten große Bedeutung als naturnahes Biotop. Weil auf den angrenzenden Äckern gepflügt, gedüngt und mit Pestiziden gespritzt werde, seien ungenutzte Wegraine besonders wichtig als Lebensräume.

Josef Rörick (UWG) sah die angesprochene Problematik ebenfalls; als Landwirt wies er aber die Aussage Brüttings zurück, dass die örtliche Landwirtschaft kein Interesse an dem Thema gezeigt habe. Auch in Gronau habe es entsprechende Vorträge gegeben. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass die schwindende Artenvielfalt auch durch Gartenbesitzer verursacht werde, die ihre Flächen lieber mit pflegeleichten Steinen gestalteten als mit Pflanzen.

Der Einrichtung des Runden Tisches, der im Dezember oder Januar erstmals tagen soll, stimmten alle Mitglieder des Ausschusses zu.

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