Lea Heinelt veröffentlicht ihren ersten Roman
Liebe und eine gehörige Portion Drama

Gronau -

In vielen Teenagerzimmern findet man sie: „New Adult Romane“ oder, um es für alle verständlich zu machen: Romane, die sich zwischen der Jugend- und der Erwachsenenliteratur bewegen. Meist spielen sich die Storys in Amerika ab, häufig geht es um die Liebe. Was wohl vorrangig daran liegt, dass sich zwischen 18 und 25 Jahren meist eh alles um Partnersuche und Liebe dreht. Nicht selten mit einer gehörigen Portion Drama versehen. Doch es werden auch durchaus andere Themen verarbeitet. Horror, Mystery, Fantasy oder auch Thriller sind nicht selten.

Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Lea Heinelt präsentiert ihren Roman-Erstling.
Lea Heinelt präsentiert ihren Roman-Erstling. Foto: privat

Das, zumindest in Gronau, auch die älteren Semester jenseits der 25 die ersten Herbsttage auf dem Sofa nutzen um zu so einem Exemplar zu greifen hat einen Grund: Mit Lea Heinelt hat eine junge Münsteranerin mit Gronauer Wurzeln ihren ersten „New Adult“-Roman veröffentlicht. Die 23-Jährige wurde in Gronau geboren und lebte hier bis 2016, ehe es sie beruflich nach Münster verschlug. Dort arbeitete sie an ihrem ersten Roman „Trust Me – Beverly und Triston“, der im September erst als Printausgabe erschienen ist.

Dabei war der Beruf „Schriftstellerin“ eher nicht geplant. Heinelt hatte sich nach ihrem Abitur und einer Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin für eine weitere Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung in Münster entschieden. Überhaupt zeigt sich die Wahlmünsteranerin sehr vielseitig. „Ich verbringe viel Zeit am Computer, gehe aber auch oft zum Sport. Gelegentlich stricke ich bei Netflix-Marathons oder lese eben auch Bücher. Ich mag es sehr, mich künstlerisch zu beschäftigen, zu zeichnen, Gitarre zu spielen oder eben zu schreiben“, gibt sie einen Einblick in ihre Hobbys. Doch wie kommt eine Fachinformatikerin dazu, einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen? „Bücher habe ich schon immer geliebt und verschlungen. Als Kind war es mein größter Wunsch, einmal meinen Namen auf einem Cover stehen zu sehen,“ erklärt die Ex-Gronauerin. Letztendlich war es ein alter Ordner mit gesammelten Werken kleinerer Geschichten, die sie im Laufe ihrer Schulzeit geschrieben und gesammelt hatte, der ihr nach einem Umzug wieder in die Hände fiel. „Da beschloss ich, es zu wagen und mir meinen Kindheitswunsch zu erfüllen.“

Da Heinelt „New Adult“- Romane vor einiger Zeit für sich entdeckt hatte und häufig das eine oder andere Buch dieser Art in nur einer Nacht durchlas, war es nur eine logische Schlussfolgerung das ihr eigenes Buch auch aus diesem Genre kommen sollte. Fast ein Jahr dauerte es, bis sie die Geschichte von Beverly, die von einer Karriere als Fotografin träumt und die es an die Northern Maine University verschlägt, wo sie den (natürlich) gut aussehenden Triston kennen und lieben lernt ausschließlich als E-Book im Mai 2018 veröffentlichte. Erstmal stillschweigend und eher heimlich. Freunde und Familie wurden erst eingeweiht, als die ersten Rückmeldungen von E-Book Lesern erfolgten. „Als diese meist positiv ausfielen wagte ich den Schritt und erzählte meiner besten Freundin davon, die mir dann geholfen hat, die Printausgabe zu veröffentlichen.“

Da Heinelt ihren ersten Roman über „selfpublishing“ veröffentlichte, ist dieser vorerst nur über Amazon zu beziehen. Aufgrund der bisher durchweg positiven Resonanz sind bereits weitere Bände in Planung. „Ich habe die Charaktere meines Buches ins Herz geschlossen und möchte diesen gerne zu ihrem Glück verhelfen. Also schreibe ich weiter,“ geht die Neu-Studentin bereits ganz in ihrer Story auf.

Ab Oktober beginnt die 23-Jährige zusätzlich ein Studium für Geschichte und Französisch auf Lehramt. Bleibt zu hoffen, dass dann genügend Zeit bleibt um Beverly, Triston und sicherlich auch einigen Leserinnen zu ihrem Glück zu verhelfen. Auf die Frage, ob eigentlich auch Männer solche Bücher lesen lacht Heinelt, die selber ein großer Fan des Autoren Stephen King ist, und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Meinem Vater und meinem Bruder habe ich ohne große Worte eine Ausgabe geschenkt, zumindest zwei haben es also schon gelesen.“

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