Neues Forschungsprojekt am Rockmuseum
Die Generatoren des Sounds

Gronau -

Die Geschichte der Rock- und Popmusik wird oft anhand von Bands, Einzelkünstlerinnen und -künstlern erzählt. Was aber, wenn diese nicht „Grönemeyer“, „Kraftwerk“ oder „Nena“ lauten, sondern „Fender“, „Yamaha“ oder „Sennheiser“? Diese Namen stehen für Marken der Studiotechnik, der Instrumente und der Softwarelösungen, wie sie Musikstudios bestücken. Erst im Zusammenspiel dieser musikalisch-technischen Apparate mit den Stars und Sternchen entstand und entsteht der Sound, der seit 1945 Generationen in Deutschland prägt.

Donnerstag, 11.10.2018, 18:52 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 12:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 18:52 Uhr
Der Musikwissenschaftler Alan van Keeken (l.) und Kurator Dr. Thomas Mania (r.) arbeiten bei dem neuen Projekt zusammen.
Der Musikwissenschaftler Alan van Keeken (l.) und Kurator Dr. Thomas Mania (r.) arbeiten bei dem neuen Projekt zusammen. Foto: Rock'n'Popmusem

Diesen bisher kaum erforschten Aspekten der deutschen Kulturgeschichte widmet sich das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „Musikobjekte der populären Kultur: Funktion und Bedeutung von Instrumententechnologie und Audiomedien im gesellschaftlichen Wandel“, dessen Teilprojekt „Die Generatoren des Sounds. Musikproduktion im gesellschaftlichen Wandel“ am Rock’n‘Popmuseum in Gronau an den Start gegangen ist.

Das Museum arbeitet in diesem Projekt eng mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg (ehemals: Deutsches Volksliedarchiv) und der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar zusammen.

An den drei Standorten soll in den nächsten drei Jahren erforscht werden, wie populäre Musik seit 1945 mit neuartigen Musikinstrumenten und Tonstudiotechnik produziert, als Tonträger gespeichert und gesammelt sowie auf verschiedenen Geräten abgespielt und so wieder hör- und erlebbar gemacht wurde.

Dahinter steht die kulturgeschichtliche Fragestellung, wie populäre Musik in soziale Kontexte eingreift und in welcher Wechselwirkung dabei Technik, Warenästhetik und gesellschaftliche Entwicklungen gestanden haben. Der Fokus des Teilprojektes in Gronau, das Dr. Thomas Mania, der Kurator des Museums, zusammen mit dem Musikwissenschaftler Alan van Keeken durchführt, liegt auf der Geschichte von Studio- und Instrumententechnik.

Hierzu sollen nicht nur die Sammlung des Rock’n‘Popmuseums aufgearbeitet werden, sondern auch wichtige Zeitzeugen der Popmusik-Geschichte zu Wort kommen. Neben wissenschaftlichen Publikationen sind zwei Tagungen, eine umfängliche Web-Präsentation sowie schließlich eine Handreichung für die Ausstellungsarbeit im Bereich populärer Kultur geplant.

 

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