Tag der offenen Tür beim Verein „Pinball 4 fun“
Flippern für Freunde, Fans und Familien

Gronau -

Als sie im Oktober 2016 ihren Verein gründeten, schüttelte so mancher mit dem Kopf: Günter „Max“ Morlock, Mario Böhmer, Siggi Aulenkamp und Thomas Engelke machten aus ihrer Leidenschaft für Flipperautomaten ein Gemeinschaftserlebnis: In einer ehemaligen Gaststätte an der Thiesheide richteten sie ein Vereinsheim her, stellten ihre gesammelten Geräte auf und scharten Gleichgesinnte um sich.

Mittwoch, 17.10.2018, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 11:00 Uhr
Ein Bild aus Gründerzeiten: ‚Max“ Morlock, Mario Böhmer, Thomas Engelke und Siggi Aulenkamp im damals frisch eingerichteten Vereinsheim an der Thiesheide. Heute hat der Verein über 40 Mitglieder, davon 20 Familienmitgliedschaften.
Ein Bild aus Gründerzeiten: ‚Max“ Morlock, Mario Böhmer, Thomas Engelke und Siggi Aulenkamp im damals frisch eingerichteten Vereinsheim an der Thiesheide. Heute hat der Verein über 40 Mitglieder, davon 20 Familienmitgliedschaften. Foto: Christiane Nitsche

Heute ist der Verein etabliert, hat ein reges Vereinsleben – nachzulesen auf der Homepage – und veranstaltet regelmäßig offene Flipperturniere. Am Samstag (20. Oktober) können sich Freunde, Interessierte und Fans des Flipperspiels selbst ein Bild machen. Von 11 bis 22 Uhr findet ein Tag der offenen Tür im Vereinslokal an der Thiesheide 2 statt.

30 Flippergeräte auf rund 150 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung, dazu zwei Dart-Automaten und ein Flugsimulator. Außerdem gibt es eine Tombola mit attraktiven Preisen: Fernseher, Fahrrad, Küchengeräte oder Freikarten für das Konzert der Rammstein-Coverband Feuerengel im November stehen als Preise bereit.

Bei einem eigens organisierten Flipperturnier gibt es für die Besten Pokale zu gewinnen. Mit Gegrilltem und Getränken für jeden Geschmack und zu moderaten Preisen ist laut Verein auch sonst für alles gesorgt, was ambitionierte Flipper-Spieler brauchen, um sich mit Extra-Bällen zum Highscore zu flippern.

Nachdem Flipperautomaten in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts fest zur Kneipen- und Freizeitkultur gehörten, verschwanden sie nach und nach aus der Öffentlichkeit – meist abgelöst durch Geldspielautomaten, aber auch, weil die Gaststätten selbst zunehmend wirtschaftliche Probleme hatten.

Zwar werden nach wie vor Geräte produziert und gekauft, meist aber „verschwinden“ sie in private Hände, sodass das gemeinschaftliche Erleben zu kurz kommt. „Wir möchten dazu beitragen, dass diese Geräte wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, heißt es darum auf der Homepage des Vereins.

Neben dem reinen Spiel geht es dabei auch ums Fachsimpeln, um die Gerätewartung, um Ersatzteile, Hersteller und Restaurierung von Altgeräten. Schlicht gesagt: Der Erhalt einer Kultur soll geübt und gepflegt werden. Schließlich geht es beim Flippern nicht um ein Glücks-, sondern um ein Geschicklichkeitsspiel; manche Automaten sind gar künstlerisch hochwertig oder technisch raffiniert gearbeitet.

So können die einen Jugenderinnerungen wach werden lassen, während andere die Musik und Soundeffekte genießen oder ihre Geschicklichkeit, Konzentration und Koordination üben.

Am Tag der offenen Tür stehen alle Räume ab 11 Uhr zur Verfügung. Neben einer Führung gibt es eine Einführung in die Geschichte der Flipperkultur. Um 14 Uhr beginnt ein „Jeder-kann-mitmachen“-Turnier, für Kinder wird ein gesondertes Turnier ausgerichtet. Neben Pokalen gibt es dabei kleine Preise zu gewinnen. Die Siegerehrung ist für 18 Uhr geplant, gegen 19 Uhr findet die Verlosung der Tombola-Preise statt.

 

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