Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“
Jedes Bild hat eine Geschichte

Gronau -

Suchterkrankungen aus verschiedenen Blickwinkeln stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „#SehnSucht“, die zu Beginn der Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“ in der Cafeteria des Gronauer Lukas-Krankenhauses am 7. November (Mittwoch) eröffnet wird.

Donnerstag, 25.10.2018, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.10.2018, 11:00 Uhr
Freuen sich auf die Eröffnung der Ausstellung „#SehnSucht“ im Lukas-Krankenhaus: (v.l.) Christian Leefken, Bettina Sandhaus, Jürgen Jaschke und Birgit Römhild.
Freuen sich auf die Eröffnung der Ausstellung „#SehnSucht“ im Lukas-Krankenhaus: (v.l.) Christian Leefken, Bettina Sandhaus, Jürgen Jaschke und Birgit Römhild. Foto: Guido Kratzke

Ein Keilrahmen, zwei Borstenpinsel und Acrylfarben wurden vom Krankenhaus gestellt, damit das Thema „Kunst und Sucht“ ins Bild gesetzt werden konnten. „Ich habe dazu mein Netzwerk genutzt“, sagt Diplom- Kunsttherapeutin Bettina Sandhaus aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses und freut sich, dass sie Interessierte gefunden hat, die Werke für die Ausstellung erstellt haben.

Zwei von ihnen sind Birgit Römhild und Christian Leefken, die in Gronau die Moderation und Koordination des regelmäßigen Psychoseseminars übernommen haben.

„Die Bilder sollen verschiedene Blickwinkel zum Thema liefern“, betont Sanhaus bei der Vorstellung des Konzeptes. So wird es auch anonyme Aussteller geben. „Zwei Bilder sind im Rahmen der Therapie vor Ort entstanden“, so die Therapeutin. „Ob sie auf Ihre Leinwand eine Kollage aufkleben, sie mit Wolle besticken, einen Text darauf schreiben oder sie lieber mit Acryfarben bemalen, bleibt Ihrer Gestaltungsfreiheit überlassen“, hatte die Initiatorin der Ausstellung den Teilnehmern – Interessierten wie auch Betroffenen – alle Freiheiten gelassen. Und dies ist auch an den zwölf Exponaten abzulesen, die das Kernthema auf sehr unterschiedliche Weise angehen.

„#SehnSucht“ als Ausstellungstitel fasst den weit gespannten Themenbogen zusammen. „Wünsche, Hoffnungen – heraus aus dem Alltäglichen“, verweist Sandhaus auf einen breiten Interpretationsrahmen. „Sucht ist auch als die Suche nach dem Weg zu verstehen“, ergänzt Jürgen Jaschke, Leitender Sozialarbeiter des Lukas-Krankenhauses.

Interessierte können die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Cafeteria besuchen: von Montag bis Freitag von 8.30 bis 16 Uhr, an Samstagen und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Bilder werden bis Mitte Januar präsentiert.

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