Heike Wermer: Blick hinter Kulissen der Polizei
Spätschicht im Streifenwagen

Gronau -

Polizeiarbeit vor Ort erleben: Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer (CDU) absolvierte am Freitag mit Beamten der Polizeiwache Gronau eine Spätschicht, um einen intensiven Blick hinter die Kulissen des Polizeialltags zu werfen.

Samstag, 27.10.2018, 15:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 27.10.2018, 14:39 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 27.10.2018, 15:00 Uhr
Erst die Theorie, dann die Praxis: Die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Wermer – hier mit Landrat Dr. Kai Zwicker (r.) und dem Leiter der Gronauer Polizeiwache, Rainer van Eckendonk, – ging am Freitag mit der Polizei in Gronau auf Streife.
Erst die Theorie, dann die Praxis: Die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Wermer – hier mit Landrat Dr. Kai Zwicker (r.) und dem Leiter der Gronauer Polizeiwache, Rainer van Eckendonk, – ging am Freitag mit der Polizei in Gronau auf Streife. Foto: Klaus Wiedau

Polizeiarbeit vor Ort erleben: Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer ( CDU ) absolvierte am Freitag mit Beamten der Polizeiwache Gronau eine Spätschicht, um einen intensiven Blick hinter die Kulissen des Polizeialltags zu werfen. Dabei blieb es nicht bei der theoretischen Informationsbeschaffung am Schreib- und Besprechungstisch – zusammen mit Dienstgruppenleiter Olaf Jürgens fuhr Wermer auch Streife, ließ sich die Brennpunkte der Stadt aus Polizeisicht zeigen und erlebte einzelne Einsätze mit.

„Wir können im Landtag viel darüber reden, was für die innere Sicherheit zu tun ist. Wichtig ist mir aber, einen Eindruck von der wirklichen Arbeit der Polizei zu bekommen“, nannte Wermer die Gründe für ihr „Polizei-Praktikum“. Typische Einsätze zu erleben, aber auch Informationen über strukturelle Probleme oder Ausstattung (und dort vorhandene mögliche Defizite) der Polizei zu erfahren, hält sie für wichtige Grundlagen, die bei der politischen Arbeit in Düsseldorf hilfreich sein können. Die Wache in Gronau sei dafür als Lernfeld insofern besonders geeignet, weil die Stadt – obwohl im ländlichen Raum gelegen – aus polizeilicher Sicht auch spezielle Großstadtprobleme (Drogenhandel aufgrund der Grenznähe, Clan-Strukturen) aufweise, so Wermer.

Einen Überblick über Aufgaben und Arbeit der Polizei im Kreis und in der Stadt vermittelten eingangs Behördenleiter Landrat Dr. Kai Zwicker und der Leiter der Polizeiwache Gronau, Erster Polizeihauptkommissar Rainer van Eckendonk. „Die objektive Lage ist besser als das subjektive Empfinden“, brachte Zwicker die Situation auf den Punkt: Die Zahl der Gewalttaten gehe in vielen Bereichen zurück, gleichwohl hätten viele Bürger das Gefühl, „da gerät etwas aus den Fugen“.

Die Ursachen dafür seien vielfältig – sie reichen nach Zwickers Einschätzung von der Verarbeitung bestimmter Themen in den sogenannten soziale Netzwerken über die Berichterstattung der Medien bis zur „Jetzt-Zeit-Information“ über fast alle anfallenden Ereignisse. In der Summe trage das offenbar zur Verunsicherung vieler bei.

Van Eckendonk skizzierte für Heike Wermer die Entwicklung der Sicherheitslage im Gronauer Bahnhofsquartier seit 2010 und wie die Lage im Problemviertel durch Polizeipräsenz und gemeinsame Maßnahmen mit anderen Beteiligten im Rahmen einer intensiven Ordnungspartnerschaft angegangen und in den derzeit ruhigen Zustand gebracht wurde. Zuletzt seien 2017 durch die Verlängerung der Sperrzeiten für die Gastronomie „deutlich positive Effekte“ erzielt worden. Die Zahl der Einsätze im einstigen Unruhe-Schwerpunkt sei rückläufig, ebenso gebe es das Phänomen der Zusammenrottung bestimmter Gruppen nicht mehr.

Der Polizei gehe dennoch die Arbeit nicht, so van Eckendonk, der auf steigende Zahlen bei anderen kriminellen Delikten verwies – etwa im Bereich der Computer-Kriminalität, bei den sogenannten Enkeltrick-Fällen oder solchen Straftaten, bei denen Täter als „falsche Polizisten“ auftreten.

Bestimmte Problemfelder, die es in anderen Städten gebe, seien indes für die Polizei vor Ort kein Thema: „Ein Flüchtlingsproblem haben wir hier nicht“, so van Eckendonk. Zwar gebe es auch in diesem Personenkreis vereinzelt Auseinandersetzungen, „die haben wir in anderen Bevölkerungsgruppen aber auch“, so der Leiter der Polizeiwache.

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