Vortrag über Diagnostik und Therapie
Viel Neues rund um Parkinson

Gronau/Steinfurt -

„Parkinson – Diagnostik und Therapie“: Fast 100 Mitglieder des Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e. V., auch aus dem Gronauer Raum, fanden sich jetzt im Landgasthof Teepe zu diesem Vortrag ein.

Dienstag, 30.10.2018, 11:34 Uhr aktualisiert: 30.10.2018, 11:50 Uhr
Prof. Dr. Tobias Warnecke (5.v.l.) mit den Verantwortlichen des Parkinson-Forums.
Prof. Dr. Tobias Warnecke (5.v.l.) mit den Verantwortlichen des Parkinson-Forums. Foto: privat

Der Verein besteht nunmehr aus über 320 Mitgliedern. Fördermitglied Thomas Poerschke , Therapiezentrum Poerschke in Ibbenbüren, stellte in seiner Präsentation verschiedene Therapiegeräte und -möglichkeiten vor. Eine davon war die „C-Mill Laufbandtherapie“. Mittels Videokameras werden die Bewegungen aufgezeichnet, so kann gezielt trainiert und unter anderem eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit von Parkinsonpatienten erreicht werden.

Anschließend referierte Prof. Dr. med. Tobias Warnecke, Oberarzt, Facharzt für Neurologie am UKM, zu dem Thema „Parkinson – Aktuelle Entwicklung in Diagnostik und Therapie“. Er hat beim Parkinson-Kongress in Hongkong viel Neues erfahren und gab diese Informationen an die Teilnehmer weiter. Ein Thema waren die geänderten Diagnosekriterien, bei denen genetische Faktoren und andere frühe Symptome neu bewertet werden, sodass eine höhere diagnostische Genauigkeit im direkten Vergleich mit den alten Kriterien zu Stande kommt. Eine Riechstörung zählt zu den unterstützenden frühen Anzeichen für diese Krankheit.

Ein neues Diagnose-Verfahren ist möglicherweise in Zukunft die Hautbiopsie. Sehr erfolgreich ist eine gezielte Physiotherapie, durch die möglicherweise Medikamente sparsamer eingesetzt werden können. Wichtig sind hier große Bewegungen, dadurch wird zum Beispiel das Schrift- und Gangbild des Patienten deutlich besser.

Auch sind einige neue Medikamente zu erwarten. Bei bestimmten Patienten ist es seinen Worten nach sinnvoll, die Tiefe Hirnstimulation durchzuführen, die dann zu einer besseren Lebensqualität führen kann.

Er erläuterte auch den Zweck des von ihm ins Leben gerufenen „Parkinson-Netzwerks Münsterland+“. Darüber werden spezielle Fortbildungen und Trainings für Therapeuten und Ärzte angeboten.

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