Denkmalpfleger gehen an die Arbeit
Unter Hertie schlummert Historie

Gronau -

Noch wummert sich der Hydraulikmeißel durch die Bodenplatte des ehemaligen Hertie-Kaufhauses. Aber die Experten, die sich für die stummen Zeugen der Geschichte unter dem Fundament interessieren, stehen schon parat. Ab der kommenden Woche werden Fachleute des Amtes für Denkmalpflege am Hertie-Standort mit Untersuchungen beginnen.

Donnerstag, 08.11.2018, 06:59 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 06:59 Uhr
Noch thronen die Bagger auf den Schutthalden. Aber schon in der kommenden Wochen sollen nach Angaben der Stadt Denkmalpfleger mit Untersuchungen auf der bereits abgeräumten Fläche (im Hintergrund) beginnen.
Noch thronen die Bagger auf den Schutthalden. Aber schon in der kommenden Wochen sollen nach Angaben der Stadt Denkmalpfleger mit Untersuchungen auf der bereits abgeräumten Fläche (im Hintergrund) beginnen. Foto: Klaus Wiedau

Noch wummert sich der Hydraulikmeißel durch die Bodenplatte des ehemaligen Hertie-Kaufhauses. Aber die Experten, die sich für die stummen Zeugen der Geschichte unter dem Fundament interessieren, stehen schon parat. Ab der kommenden Woche werden Fachleute des Amtes für Denkmalpflege am Hertie-Standort mit Untersuchungen beginnen. Das berichtete am Dienstagabend Joachim Krafzik, Leiter des Fachbereiches Stadtplanung, im Bauausschuss.

„Wir haben mittlerweile mit Blick auf die Belange der Bodendenkmalpflege die ersten Vorergebnisse. Im Zuge der Abbrucharbeiten ist offenbar geworden, dass uns die Vorväter nicht das hinterlassen haben, was wir erhofft haben,“ so Krafzik. Erwartet worden war, dass sich unter der Bodenplatte eine zwei Meter starke Sandschicht befindet, sodass man bei den Abbrucharbeiten mit dem eigentlichen historischen Boden gar nicht in Berührung gekommen wäre. Krafzik: „Dem ist nicht so. Es sind bereits unter der Bodenplatte Funde gemacht worden, die nicht aus der Bauzeit von Hertie stammen. Das sind Sandstein-Fundamente, Pfahlreste und Gräften, die stark mit organischem Material gefüllt sind.“

Hertie-Abbruch geht weiter

Diese Entdeckungen führen nach Krafziks Worten dazu, dass Fachleute der Denkmalpflege jetzt weitere optische Sondierungen machen werden. Weitere Grabungen gebe es aber noch nicht, weil dafür zunächst eine Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst erforderlich sei. „Wir werden auf dem bereits abgeräumten Bereich der Baugrube jetzt ein sogenanntes Planum herstellen.“, sagte Krafzik. „Dort findet dann eine weitere optische Sichtung statt. Dann geht der Kampfmittelräumdienst auf die Fläche, und danach muss entschieden werden, wie tief gegraben wird.“

Die Bodenfunde werden nach Krafziks Darstellung vor dem Ausschuss allerdings die Baumaßnahme Drio „nicht behindern“. Es gehe vielmehr um die umfassende Dokumentation der Bodendenkmäler, die durch die anstehende Baumaßnahme später zerstört werden. Insofern sei es gut, dass die Stadt in Sachen Drio-Projekt einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf habe, um diese Expertise zu erstellen.

Abbruch ehemaliges Hertie-Haus Gronau

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  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
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  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
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  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
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  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche
  • Auch nach außen sind jetzt die Abbrucharbeiten am ehemaligen Hertie-Haus sichtbar: Wie ein stählener Dinosaurier „frisst“ sich ein 70-Tonnen-Bagger in das Gebäude. Mühelos knackt die Abbruch-Schere dabei große Stücke aus den Betondecken. In vier Wochen, so schätze Polier Horst Priesmeier, dürfte fast alles weg sein. Foto: Klaus Wiedau, Martin Borck und Christiane Nitsche

Als „Schmankerl“ am Rande wies Krafzik darauf hin, dass die Bodendenkmalpfleger nicht – wie oft vermutet – mit Pinselchen und Spatel anrücken. Das sei ein großes Vorurteil, zitierte Krafzik die Fachleute. „Die haben die Abbruch-Crew der Firma Moß gleich gefragt, ob die eine Kettensäge vor Ort haben. . .“ Für die Altersbestimmung der gefundenen Pfähle werde damit ein Stück herausgesägt und dann weiter untersucht.

Mit Blick auf die Stadtgeschichte sei es, so Krafzik, sicher interessant, „in Zeitschichten zu schauen, an die wir sonst nicht rankommen und das sauber zu dokumentieren“.

Durch die bisher gemachten Funde sei aber eines schon jetzt klargeworden: „Der Baugrund ist an der Stelle nicht so supergut. Drio wird sehen müssen, wie da gegründet wird – entweder mit Riesenfundamenten oder einer sogenannten Pfahlrüttelgründung.“ Das ehemalige Karstadt-/Hertie-Haus sei auf einem Riesenfundament entstanden. Krafzik: „Es sind Fundamente gefunden worden, die wesentlich größer waren als das, was in allen Planzeichnungen drin steht. Da waren und sind zum Teil Riesenbrocken drin.“

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