Konzert zur Woche der Erinnerung
„Grüße aus Theresienstadt“

Gronau -

Lieder und Gedichte der jüdischen Hörfunk- und Kinderbuchautorin Ilse Weber (1903 bis 1944) stehen im Mittelpunkt eines Konzerts aus Anlass der „Woche der Erinnerung“. Es beginnt am Samstag (10. November) um 20 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche.

Donnerstag, 08.11.2018, 14:30 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 14:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 14:30 Uhr
Svetlana Huck, Marion Röber und Dora Raykova gestalten das Konzert am Samstagabend in der Ev. Stadtkirche.
Svetlana Huck, Marion Röber und Dora Raykova gestalten das Konzert am Samstagabend in der Ev. Stadtkirche. Foto: Martin Borck

Mehr als 60 Gedichte, von denen sie einige vertonte, schrieb Ilse Weber in Theresienstadt, wohin sie 1942 zusammen mit ihrem Mann und Sohn verschleppt wurde. Nach Theresienstadt (Terezin) war unter anderem fast die gesamte jüdische Kulturelite deportiert worden. Die Künstler erhielten dort nicht nur das zynische Privileg, zur Unterhaltung ihrer Leidensgenossen beizutragen, sondern wurden hauptsächlich als Statisten im Ablenkungs- und Täuschungsmanöver der Nazis missbraucht, Theresienstadt zum „Vorzeigelager“ zu machen. Später wurden die Darsteller nach Auschwitz deportiert und dort ermordet, heißt es in einer Ankündigung der Veranstalter.

Einige der Texte von Ilse Weber, die in ihrer Einfachheit und Innigkeit zum Berührendsten gehören, was im Lager geschrieben wurde, werden an diesem Abend vorgetragen, gesungen von Marion Röber und am Klavier begleitet von Svetlana Huck. Die junge Violinistin Dora Raykova ergänzt das Programm mit Werken von Ernest Bloch und Maurice Ravel.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

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