Stolpersteine gesäubert
„Danke, dass ihr das macht“

Gronau -

Fünf Schülerinnen und Schüler sind über die fünf Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Weyl gebeugt und schrubben. Eine ältere Dame mit einem Rollator kommt vorbei, bleibt kurz stehen, schaut was da auf dem Bürgersteig an der Parkstraße geschieht.

Donnerstag, 08.11.2018, 19:06 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 12:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 19:06 Uhr
Begleitet von Jana Schulten und Steffen Smit reinigen die Schüler Stolpersteine.
Begleitet von Jana Schulten und Steffen Smit reinigen die Schüler Stolpersteine. Foto: Frank Zimmermann

Fünf Schülerinnen und Schüler sind über die sieben Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Weyl gebeugt und schrubben. Eine ältere Dame mit einem Rollator kommt vorbei, bleibt kurz stehen, schaut was da auf dem Bürgersteig an der Parkstraße geschieht. Dann lächelt sie und sagt: „Die waren auch schon so dunkel, da konnte man gar nicht mehr lesen, was da draufsteht. Danke, dass ihr das macht!“ Dann geht sie weiter. Die Schüler schrubben lächelnd weiter.

Für die Acht- und Zehntklässler der Fridtjof-Nansen-Realschule eine schöne Wertschätzung. Sie haben sich freiwillig gemeldet, um im Rahmen der Woche der Erinnerung Stolpersteine zu säubern. Begleitet werden sie von den Lehrern Steffen Smit und Jana Schulten. Smit erzählt den Schülern während des Einsatzes etwas über das Schicksal der Familie Weyl. Unter anderem, das Martin Weyl als 14-Jähriger „auf der Flucht“ erschossen wurde. Er war also in dem Alter, in dem jetzt die Jugendlichen sind, die seinen Stolperstein polieren. Und der wurde wiederum von Realschülern gestiftet. So werden mehrere Brücken geschlagen, bekommt die Erinnerungsarbeit der Schüler konkrete Bezüge.

Neben den Stolpersteinen an der Parkstraße haben die Schüler auch welche auf der Neustraße aufpoliert.

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