Baumaßnahme an der Ev. Stadtkirche
Ziele vorerst erreicht – aber es geht weiter

Gronau -

Das Baugerüst an der Ev. Stadtkirche ist „verschwunden“. Zwei Arbeiter fegen letzte Spuren der Fassadensanierung zusammen. Sie lassen sich gerne für die Zeitung fotografieren. „Dann sieht unser Chef auch, dass wir etwas machen“, sagt einer von ihnen lachend.

Freitag, 09.11.2018, 10:30 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 10:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 10:30 Uhr
Zwei Arbeiter fegen die letzten Reste der Dach- und Fugensanierung zusammen. Das Gerüst an der Ev. Stadtkirche wurde bereits abgebaut. Damit sind die Außenarbeiten – vorerst – abgeschlossen.
Zwei Arbeiter fegen die letzten Reste der Dach- und Fugensanierung zusammen. Das Gerüst an der Ev. Stadtkirche wurde bereits abgebaut. Damit sind die Außenarbeiten – vorerst – abgeschlossen. Foto: Frank Zimmermann

Ein Lächeln zaubert der jetzige Stand der Baumaßnahmen auch Pfarrer Uwe Riese ins Gesicht. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir zwei große Ziele erreicht haben“, sagt er und meint die Sanierung des Dachs und der Fugen an der Fassade sowie die Stabilisierung und Erweiterung der Orgelempore. Es gibt aber auch ein Aber: „Wir werden uns mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass die Ev. Stadtkirche eine kleine Dauerbaustelle ist.“ So müsse zum Beispiel am Turm, nur knapp zehn Jahre seit der letzten Sanierung schon wieder nachgebessert werden.

Die jetzt abgeschlossene Sanierung wird klar im Kostenrahmen bleiben, versichert Pfarrer Riese. Und sie konnte sogar sieben Wochen früher abgeschlossen werden, als ursprünglich geplant. So bleibt ein bisschen Luft, ehe im nächsten Jahr die nächsten Maßnahmen in Angriff genommen werden. Neue Elektro- und Heizungsanschlüsse für die Orgelempore werden benötigt und die Seitenemporen sollen umfassend gewartet werden. Außerdem werden die Gewerke Raumklima, Beleuchtung und Akustik im Kircheninneren zum Einsatz kommen. „Die Beschallungsanlage ist etwa 30 Jahre alt, die Beleuchtung noch deutlich älter“, erklärt Uwe Riese. Dementsprechend müssten beide Systeme umfangreich saniert oder erneuert werden.

Das hat wiederum zur Folge, dass die Sauerorgel, die inzwischen weitestgehend restauriert ist, bis zu acht Monaten zusätzlich eingelagert bleibt. „Das fällt uns schwer. Gerade auch Kantor Dr. Tamás Szöcs, dem ich sehr dankbar bin, dass er sich federführend um das Orgelprojekt kümmert. Aber es ist eine Vernunftentscheidung, die Orgel erst in die Kirche einzubauen, wenn alle staubintensiven Arbeiten abgeschlossen sind. Da haben wir ja auch eine Verantwortung gegenüber den Spendern, mit deren Geld und somit mit der Orgel sorgsam umzugehen“, betonte Pfarrer Riese.

Auch im Außenbereich werden im kommenden Jahr wieder Handwerker an der Stadtkirche tätig: Sämtliche Zugänge werden saniert. Bei den Seiteneingängen geht es um die Fugen der Treppen, beim Haupteingang auch um den Unterbau der Treppe. Auch der barrierefreie Zugang soll umfassend gewartet werden.

„Wir sind froh und dankbar, dass wir als Gemeinde diese ganzen Projekte stemmen können. Dabei handelt es sich aber auch nicht um zusätzlichen Luxus, sondern um wesentliche Dinge. Wenn die Menschen wegen der schlechten Beleuchtung die Liedhefte nicht lesen können oder wegen der schlechten Akustik die Predigt nicht verstehen, dann führt das zu spärlichem Gesang oder schlimmstenfalls dazu, dass sie nicht mehr in den Gottesdienst kommen“, betonte Pfarrer Riese.

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