Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“
Extra-Fahrstunde fürs Driland-Kolleg

Gronau -

Gut zwei Dutzend Studierende des Driland-Kollegs haben die Gelegenheit genutzt, im Rahmen der aktuellen Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“ dem Thema „drink and drive“ nachzugehen. Viele der jungen Erwachsenen, die im kommenden Schuljahr ihre Zeit am Driland-Kolleg mit dem Abitur abschließen werden, haben entweder schon einen Führerschein oder stehen vor ihrer Fahrprüfung. Für sie ist diese besondere Unterrichtsstunde, die Sahra Pol vom Diakonie-Suchthilfezentrum Gronau gemeinsam mit Lehrkräften des Driland-Kollegs und dem Team der Fahrschule Jürgens vorbereitet hatte, natürlich hochwillkommen.

Donnerstag, 15.11.2018, 17:48 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 08:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.11.2018, 17:48 Uhr
Gemeinsam mit seinen Kollegen informiert Jürgen Schuurman die Studierenden des Driland-Kollegs zum Thema „drink and drive“. Ihr Können konnten die Driland-Studierenden auch in einem Fahrsimulator testen.
Gemeinsam mit seinen Kollegen informiert Jürgen Schuurman die Studierenden des Driland-Kollegs zum Thema „drink and drive“. Ihr Können konnten die Driland-Studierenden auch in einem Fahrsimulator testen. Foto: Norbert Diekmann

Daniel Krönke erläuterte, wann die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), der sogenannte Idioten-Test, droht. Die Eignung, ein Auto zu fahren, werde geprüft, wenn jemand entsprechende Verkehrsverstöße („Punkte in Flensburg“) zu verzeichnen habe oder auch, wenn er strafrechtlich so aufgefallen sei, dass hohe Aggressivität zu erkennen sei. Die meisten Tests würden jedoch nach Alkoholfahrten oder nach Fahrten unter Drogeneinfluss angeordnet. Mit großem Interesse folgten die Studierenden den Ausführungen des Referenten über Höhe und Dauer des Blutalkoholgehalts in Abhängigkeit von der konsumierten Alkoholmenge, Geschlecht und Körpergewicht. Auch die Tatsache, wie lange sich Drogen im Körper nachweisen lassen, wurde erörtert.

Parallel dazu versuchte sich der eine oder andere Studierende in dem bereitstehenden Fahrsimulator, der aktuell leider nicht in der Lage war, die Wahrnehmungs- und Reaktionsbeschränkungen bei einer Alkohol- oder Drogenfahrt nachzuahmen.

Im Nebenraum frischten unter der Anleitung von Nicole Kraus-Krönke jeweils einige der Studierenden ihre Kenntnisse als Ersthelfer auf. Sie durften zum Beispiel an der Trainingspuppe die richtige Durchführung der Herzmassage bei einem Unfallopfer üben.

Ergänzend erläuterte Jürgen Schuurman die Möglichkeiten, durch die Anwendung von Hypnosetechniken Prüfungsängste einzudämmen.

Insgesamt hat diese etwas andere Unterrichtsstunde sicher dazu beigetragen, bei den Studierenden das Problembewusstsein zu schärfen, wenn es um das Autofahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geht. Den gerade mühsam erworbenen Führerschein wieder abgeben müssen und erst nach Wartezeit und einem „Idiotentest“ zurückbekommen, das will schließlich niemand.

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