PSD-Bürgerprojekt – „Europa fängt vor meiner Haustür an“
Zwei Gronauer Projekte gefördert

Gronau/Münster -

Europas Sterne sind stellenweise verblasst: Die unkalkulierbare Brexit-Debatte, Italiens Schuldenkrise und das Betonen nationalstaatlicher Interessen belasten aktuell das europäische Gemeinschaftsgefühl. Dabei spielt Europa im Alltag der Menschen eine große Rolle. Viele blicken weit über den Tellerrand der Staatsgrenzen hinaus und engagieren sich grenzüberschreitend und bürgerschaftlich für Europa.

Freitag, 16.11.2018, 19:00 Uhr
Der Ev. Posaunenchor und Spielmannszug der Erlöserkirche Gronau belegte den ersten Platz im Online-Voting. PSD-Vorstandsmitglied Norbert Kerkhoff (l.) und der stellvertretende Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Wolfgang Kleideiter (r.), gratulierten Ursula Sander-Stief (1. Vorsitzende, 2.v.l.) und Geschäftsführerin Diana Uesbeck.
Der Ev. Posaunenchor und Spielmannszug der Erlöserkirche Gronau belegte den ersten Platz im Online-Voting. PSD-Vorstandsmitglied Norbert Kerkhoff (l.) und der stellvertretende Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Wolfgang Kleideiter (r.), gratulierten Ursula Sander-Stief (1. Vorsitzende, 2.v.l.) und Geschäftsführerin Diana Uesbeck. Foto: Wilfried Gerharz

Die PSD-Bank Westfalen-Lippe hatte gemeinsam mit den Medienpartnern Westfälische Nachrichten und Neue Westfälische das „PSD-Bürgerprojekt“ in diesem Jahr unter das Thema „Europa fängt vor meiner Haustür an“ gestellt. Das Ziel: Ehrenamtlich getragene Initiativen, Vereine und Einrichtungen ermuntern, einen weiteren oder neuen Beitrag für ein Europa zu leisten. Sie waren aufgerufen, Projektideen einzureichen und Fördersummen zu beantragen.

16 Projekte aus Westfalen, darunter auch das Projekt des Posaunenchores und Spielmannszuges der Erlöserkirche Gronau, „Musik kennt keine Grenzen“ sowie die Initiative des DRK-Ortsvereins Gronau, „Europa fängt bereits im Kindergarten an!“, wurden am Freitagabend in Münster in der PSD-Bank am Hafen ausgezeichnet.

Vierstellige Euro-Summen werden schon ab morgen dabei helfen, dass die Vorhaben umgesetzt werden können. Zum Teil sind mit dem Geld die gesamten Projektkosten abgedeckt.

Auch in diesem Jahr waren zahlreiche Bewerbungen eingereicht worden. Nach einer Vor-Nominierung im Internet, bei der zigtausend Stimmen abgegeben wurden, sowie einer fachlichen Bewertung kamen 16 Bewerber-Projekte in die Finalrunde. Eine mehrköpfige Jury setzte die Fördersummen fest. Insgesamt wurden von der PSD-Bank erneut 50 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Zu den ersten Gratulanten der ausgezeichneten Teams gehörten Bankvorstand Norbert Kerkhoff und WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann, der zum zwölften Mal die Feierstunde moderierte und die Gewinner interviewte. Die Volkstanzgruppe Laggenbeck und eine Lettische-Deutsche Volkstanzgruppe boten kurze Programmeinlagen. Nicht ohne Grund: Die Tanzbegeisterten aus Laggenbeck gehören in diesem Jahr selbst zu den Gewinnern. Sie organisieren seit vielen Jahren eine internationale Begegnungswoche und fördern damit das Zusammenleben in Europa.

In diesem Jahr gehen die größten Förderbeträge – 6000 bzw. 5000 Euro – nach Münster und ins ostwestfälische Stockhausen. Das Projekt „Simulation des Europäischen Parlaments“ durch die Jungen Europäischen Föderalisten in Münster hatte schon beim Online-Voting Platz 5 erzielt und wurde von der Jury ebenso hoch bewertet. 6000 Euro erhielt die Initiative „Stockhausen für Europa“. Dort will man mit verschiedenen Aktionen die Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2019 auf „80 Prozent plus x“ steigern. Gronau ist immerhin mit zwei Projekten vertreten.

Auch der DRK-Ortsverein Gronau gehört mit dem Projekt „Europa fängt bereits im Kindergarten an!“ zu den Gewinnern.

Auch der DRK-Ortsverein Gronau gehört mit dem Projekt „Europa fängt bereits im Kindergarten an!“ zu den Gewinnern. Foto: Wilfried Gerharz

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