Kaufleute über Neugestaltung von Wegen und Plätzen informiert
„Ich find´s schön, ich freu´mich drauf“

Gronau -

Großes Interesse sieht anders aus: Nur rund 25 Vertreter der Kaufmannschaft folgten am Montagabend einer Einladung der Stadt Gronau, um sich über die Planung der Freiflächen (Straßen, Plätze) im Zuge der Innenstadtentwicklung informieren zu lassen.

Dienstag, 20.11.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 20:00 Uhr
Stellten das Konzept vor (v.l.): Joachim Krafzik (Fachdienst Stadtplanung), Frank Vetter, Stephan Bracht (Büro SAL), André Homölle und Jörne Vestert (beide Fachdienst Tiefbau).
Stellten das Konzept vor (v.l.): Joachim Krafzik (Fachdienst Stadtplanung), Frank Vetter, Stephan Bracht (Büro SAL), André Homölle und Jörne Vestert (beide Fachdienst Tiefbau). Foto: Klaus Wiedau

Die immerhin hatten offenbar überwiegend einen guten Eindruck von dem, was präsentiert wurde: Am Ende gab es Lob und einen besonders schönen Satz einer Besucherin: „Ich find´s schön, ich freu´ mich drauf!“

Landschaftsarchitekt Stephan Bracht (Büro SAL Landschaftsarchitektur, Münster) stellte eingangs die Planungen für die Neugestaltung der Wegeverbindungen und Plätze in der Innenstadt vor ( WN berichteten mehrfach). Die Überplanung des rund 22 000 Quadratmeter großen Areals zwischen Stadtpark und Laga-Gelände ergibt sich zum Teil aus Plänen für das Projekt „Drio“ (neue Bebauung am Standort Hertie“).

Begonnen werden soll die Neugestaltung mit einem ersten Bauabschnitt, der in der Neustraße (Höhe Passweg) beginnt, sich bis zur Adler-Apotheke erstreckt und dann die Schulstraße bis zum Übergang auf den Schumacher-Platz umfasst. Die Kosten für dieses erste Teilprojekt sollen nach Angaben der Verwaltung rund 1,7 Millionen Euro betragen. Die Stadt hat bereits einen Förderantrag gestellt und erhofft sich eine 50-prozentige Förderung (die es allerdings nicht für alle Maßnahmen des Paktes gibt).

Nach dem Zeitplan gefragt, machte Bracht deutlich, dass die Arbeiten am 1. BA im Herbst 2019 beginnen und rund sechs bis acht Monate dauern sollen. In enger Abstimmung mit Stadt und Kaufmannschaft werde dabei sicherzustellen sein, dass die Geschäfte auch weiterhin erreichbar sind. Gleichwohl werde es nach einer Phase der Freude auf den Beginn auch Frust über Lärm und Staub geben, ehe sich am Ende wieder Freude über das Neue breitmache. Der erste Bauabschnitt sei, so machte Bracht deutlich, notfalls auch als eigenständiges Projekt ohne die Verwirklichung der Drio-Pläne machbar und sinnvoll für die Stadt. Drio zog sich dann wie ein roter Faden durch weitere Fragen. Beispiel: „Wann wird das Parkhaus realisiert?“ Antwort Frank Vetter: „Parallel zu Drio.“ Nachfrage: „Parallel zu Drio 1 oder Drio 3?“ Antwort: „Drio 1“.

Auf andere Fragen mussten die Stadtvertreter die Antwort schuldig bleiben. Etwa darauf, warum die Namen der beiden Ankermieter, die es für Drio 1 geben soll, bisher nicht veröffentlicht wurden? „Das würde einen Schub für die Vermietung von heute leerstehenden Ladenlokalen in der Innenstadt geben“, zeigte sich ein Besucher überzeugt. Die Antwort. so die Vertreter der Stadt, könnten indes nur die Investoren Hoff-List geben.

Stichworte waren zudem Untersuchungen von Denkmalschutz und Kampfmittelräumdienst auf dem Abbruchgelände Hertie. Diese Untersuchungen würden jetzt kurzfristig erfolgen, so die Vertreter der Stadt. Allen Gerüchten zum Trotz gehe es hier aber nur um Untersuchungen zur Dokumentation des ehemaligen Schloss-Standortes. Vetter: „Das führt nur zu unwesentlichen Verzögerungen.“

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