5000 Besucher am Tag der Offenen Tür:
Lange Schlange vorm Museum

Gronau -

Geduld war am Samstag eine gefragte Tugend: Wer sich das völlig auf links gedrehte Rock‘n‘Popmuseum ansehen wollte, musste warten. Schon weit vor zehn Uhr bildete sich eine Menschenschlange vor dem Eingang – die den ganzen Tag über kaum kürzer wurde.

Montag, 26.11.2018, 07:15 Uhr aktualisiert: 26.11.2018, 14:28 Uhr
Blick von der Empore in die Ausstellungshalle, die am Samstag von rund 5000 Menschen besucht wurde.
Blick von der Empore in die Ausstellungshalle, die am Samstag von rund 5000 Menschen besucht wurde. Foto: Martin Borck

Geduld war am Samstag eine gefragte Tugend: Wer sich das völlig auf links gedrehte Rock‘n‘Popmuseum ansehen wollte, musste warten. Schon weit vor zehn Uhr bildete sich eine Menschenschlange vor dem Eingang – die den ganzen Tag über kaum kürzer wurde. Denn sobald ein Schwung Besucher eingelassen worden war, stellten sich weitere Neugierige hinten an. Dem Regen und der Kälte trotzend.

Livemusik verkürzte den bis ins Foyer Vorgedrungenen die Zeit bis zum Einlass. Auch die Bühne im Musikclub besteht ihre Feuerprobe – nach dem Auftritt von Dennis Buß und Udo Lindenberg am Freitag.

Die Anzahl der Audioguides reichte nicht aus, um alle Besucher zu versorgen. Viele verschafften sich daher erst einmal einen visuellen Überblick. „Ich bin beeindruckt“, so eine Frau, die aus Gescher angereist war und nach dem Rundgang einen Blick von der Empore auf die Turbinenhalle warf. Wie sie haben viele weitere Besucher vor wiederzukommen, um sich der Ausstellung noch einmal in aller Ruhe zu widmen. „Ich glaube, da muss man schon ein paar Stunden mitbringen.“

Was sich daran zeigt, dass einige Besucher mit Audioguide ganz offensichtlich die Zeit vergessen. Sie versinken ganz in den Geschichten über Stars, Fans, Festivals und magische Orte der Musik und kehren erst durch energische Ansprache ins Hier und Jetzt zurück: „Papa, komm endlich, wir müssen!“

Ein Rundgang durch das Rock‘n‘Popmuseum

Allgemeiner Tenor der befragten Besucher: Der Umbau ist gelungen, die Exponate sind interessant, es gibt viel zu entdecken. Auch niederländische Stimmen sind zu vernehmen. Die Besucher aus dem Nachbarland bleiben naturgemäß häufiger vor den Vitrinen mit niederländischen Künstlern stehen: Herman Brood, Boudewijn de Groot, Shocking Blue, Doe Maar  – allesamt Musiker und Bands, die auch den Bewohnern auf dieser Seite der Grenze was sagen – wenn sie denn früher die niederländischen Radiosender gehört haben . . . 

Sind alle Gäste zufrieden? Nein. Einige Besucher zeigen sich unbeeindruckt von der Ausstellung. Aber immerhin: Sie haben sich selbst einen Eindruck von den neuen Räumen verschafft. Was man nicht von den Kritikern sagen kann, die in den sogenannten sozialen Medien ihre ablehnende Haltung kundtun, ohne sich das Museum überhaupt angesehen zu haben.

Am Ende des Tages der offenen Tür haben rund 5000 Menschen bei freiem Eintritt den erneuerten Musentempel besucht. „Wenn der Andrang jedes Wochenende so ist – mit zahlenden Besuchern – können wir zufrieden sein“, scherzte Geschäftsführer Thomas Albers.

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