Mit Schnurrbart und Handball im nationalen Spitzenfeld
Bärte ohne Grenzen erfolgreich

Gronau -

Das Prostata-Zentrum Nord-West am Gronauer St.-Antonius-Hospital beteiligt sich seit 2014 an der internationalen „Movember“-Aktion. Auch in diesem Jahr stießen die Gronauer wieder bis weit an die Spitze des nationalen Rankings vor.

Freitag, 30.11.2018, 10:31 Uhr aktualisiert: 01.12.2018, 16:16 Uhr
Die erste Herren-Handballmannschaft von Arminia Ochtrup hat sich mit Aktionen in den Dienst des Teams „Bärte ohne Grenzen“ gestellt, um die Arbeit der Movember-Foundation zu unterstützen.
Die erste Herren-Handballmannschaft von Arminia Ochtrup hat sich mit Aktionen in den Dienst des Teams „Bärte ohne Grenzen“ gestellt, um die Arbeit der Movember-Foundation zu unterstützen. Foto: privat

Jedes Jahr im November lassen sich Männer in 20 Ländern einen Moustache (Schnäuzer) wachsen und setzen damit ein Zeichen für bessere Männergesundheit. Der Begriff Movember setzt sich zusammen aus „Moustache“ und „November“. Jedes Team organisiert Aktionen und sammelt Spenden, die der Movember-Foundation für Forschungsprojekte, Aufbauhilfe und Aufklärungsarbeit zu Gute kommen. Allein in 2017 kamen weltweit über 55 Millionen Euro zusammen, die für internationale Projekte eingesetzt werden.

Mit aktuell 15 218 Euro und über 120 Mitgliedern steht das Gronauer Team „Bärte ohne Grenzen“ (BOG) auf dem zweiten Platz des nationalen Rankings. Warum das Gronauer Team sich so intensiv engagiert und dabei erfolgreich ist, erklärt Teamkapitän Ansgar Höing : „Als wir 2014 erstmalig von der Aktion hörten, stand für uns sofort fest, dass wir uns an der Aktion beteiligen. Wir sind am Prostatazentrum Nordwest ein europaweit führendes Zentrum in der roboterassistierten Chirurgie. Insbesondere in der Behandlung von Prostatakrebs haben wir mit über 12 000 durchgeführten Operationen nicht nur sehr viel Erfahrung, sondern auch einen sehr direkten Draht zu den Betroffenen, meist über viele Jahre.

Wir erleben häufig zunächst viel Unsicherheit bei den Männern und Angehörigen, wenn die Diagnose Prostata- oder Hodenkrebs lautet. Besonders die psychische Belastung ist enorm. Kein Mann spricht gerne von seinen gesundheitlichen Problemen. Schon gar nicht im Intimbereich. Dabei ist ein unverkrampfter Umgang mit der Thematik sehr wichtig. Unter Umständen kann der Zeitpunkt der Diagnose sogar überlebenswichtig sein, weshalb wir Männer dazu animieren möchten, sich rechtzeitig dem Partner, einem Freund oder am besten gleich einem Experten anzuvertrauen. Darum unterstützen wir die Movember-Foundation, denn genau dafür setzt sich die Organisation ein.“

Bei den Aktionen der Movember-Foundation geht es um ernste Themen, aber auch um viel Spaß und Action. Typisch männlich eben. „So gelingt es, die oft tabuisierten Erkrankungen in die Öffentlichkeit zu bringen und die Problematik unverkrampft anzugehen“, erklärt der BOG-Teamkapitän.

„Eine absolute Bereicherung für unser Team ist die Beteiligung der ersten Herren-Handballmannschaft von Arminia Ochtrup in diesem Jahr. Die Jungs sind unglaublich motiviert und haben schon einiges für die BOG eingespielt“, so Höing.

Höhepunkt wird sicher das Heimspiel gegen Kattenvenne am Samstag (18 Uhr) sein. Anschließend geht es zum sogenannten „shave-off“ in den Irish Pub Paddy’s . Dort werden die Bärte abrasiert und es wird gefeiert. Das zeigt, dass man mit viel Spaß und guten Ideen echt was bewegen kann. Toll!“ ist Ansgar Höing begeistert.

Höing: „Bereits am vergangenen Sonntag konnten wir mit einer absolut einmaligen Aktion einen riesigen Betrag einspielen. Durch einen persönlichen Kontakt zum Galeristen von Udo Lindenberg hat der Gronauer Panikrocker uns ein spezielles Movember-Bild gemalt und signiert. Dieses haben wir im Internet versteigert. In den letzten Minuten vor Auktionsende stieg der Preis rasant. Die Auktion endete mit 9405 Euro. Ersteigert wurde das Bild von einem Bieter aus Münster. Die Übergabe erfolgt in Kürze.“

Aber auch ohne Aktion und auch ohne Spende kann sich jeder dem Team anschließen. „Das ist ganz unkompliziert, nicht bindend und kostet nichts. Es geht letztlich um die Sache und um Solidarität“, macht Höing deutlich.  

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