Übergang von der Kita zur Grundschule
Pilotprojekt soll weiterlaufen

Gronau -

Seit dem Sommer 2017 läuft in Gronau das Pilotprojekt „Inklusive Übergangsgestaltung Kindertagesstätten – Grundschulen“. Es ist befristet bis zum Mai 2019. Drei Fachkräfte (je mit einer halben Stelle) betreuen dabei pro Schuljahr 15 Kinder mit Förderbedarf beim Übergang von der Kita in die Grundschule. In einer gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Schulausschusses stellten die Mitarbeiterinnen das Projekt vor. Die Reaktion darauf war durchweg positiv – explizit auch von Kita- und Schulvertreterinnen. Daniel Speer (SPD) sagte sogar: „Ich bin stolz darauf, dass wir so etwas in Gronau haben!“

Samstag, 01.12.2018, 13:00 Uhr aktualisiert: 01.12.2018, 16:16 Uhr

Anhand einer Abfrage des Jugendamts wurde deutlich, dass mit 15 Kindern pro Schuljahr nur ein Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs in diesem Bereich abgedeckt wird. Für insgesamt 104 Kinder würden sich die Kita-Leitungen ein solches Angebot wünschen.

Doch als es darum ging, dem Rat die Weiterführung des Projekts und eventuell sogar eine Aufstockung um zwei weitere halbe Stellen zu empfehlen, war es mit der Einigkeit in den Ausschüssen vorbei. Die Lokalpolitiker beklagten insbesondere, dass die Stadt wahrscheinlich auf der Finanzierung dieses Inklusionsprojekts sitzenbleibt, obwohl sie hier das Land NRW in der Pflicht sehen. Besonders Josef Rörick (UWG) machte sich für diese Position stark. Burkhard John (CDU) kritisierte außerdem, dass Entscheidungen über zusätzliche Stellen grundsätzlich kurz vor Weihnachten in den Ausschüssen anstünden. Dies sei ein unguter Vorgriff auf die Haushaltsberatungen, die auch den Personalplan umfassten.

Diese Argumentation bewertete Andreas Raus (Die Linke) als „kurzfristiges Denken“, das nicht berücksichtige, dass es für die Kommune ungleich teurer werden könnte, wenn man ein Kind „verliere“, das dann später zum Beispiel eine Jugendhilfe-Maßnahme benötige. Auch Regina Stender-Vogel (fraktionslose Trägervertreterin und Kita-Leiterin) plädierte für einen Ausbau des Angebots.

Aus der Diskussion entwickelten sich drei Punkte, über die getrennt abgestimmt wurde. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, der Rat solle das Projekt um drei Jahre verlängern und die Stadtverwaltung solle beim Land eine Finanzierung einfordern. Der Vorschlag, das Projekt solle um zwei halbe Stellen aufgestockt werden, fand im Jugendhilfeausschuss eine deutliche Mehrheit, im Schulausschuss wurde er knapp abgelehnt.

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