Bauausschuss berät über Sanierungspläne
6,7 Millionen für die Tiefgarage?

Gronau -

Das wird kein kleines Projekt, vor allem aber kein billiges: Die Verwaltung stellt in der heutigen Sitzung des Bauausschusses eine erste Planung für den Umbau und die Sanierung der Tiefgarage am Passweg vor. Neben dem Umfang der dafür notwendigen Maßnahmen springen beim Lesen des Beratungspapiers für die Politiker vor allem die Summe, um die es geht, ins Gesicht: Nach aktuellem Kenntnisstand geht die Fachverwaltung von Gesamtkosten in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro aus.

Mittwoch, 05.12.2018, 08:00 Uhr
Blick in eine der hinteren – heute ungenutzten – Hallen der städtischen Tiefgarage. Der Bauausschuss berät heute über mögliche Sanierungsmaßnahmen und die dafür entstehenden Kosten.
Blick in eine der hinteren – heute ungenutzten – Hallen der städtischen Tiefgarage. Der Bauausschuss berät heute über mögliche Sanierungsmaßnahmen und die dafür entstehenden Kosten. Foto: Klaus Wiedau

Das Projekt Tiefgarage muss angegangen werden, wenn es im Zusammenhang mit der Innenstadtentwicklung zum Bau der geplanten Objekte Drio II und III kommt. Beide Immobilien sollen auf dem Kurt-Schumacher-Platz entstehen und greifen damit zwangsläufig in den Bestand der Tiefgarage ein. Die Tiefgarage heute besteht aus vier Hallen mit insgesamt 191 Stellplätzen. Aktuell genutzt werden nur die Hallen eins und zwei mit derzeit 95 Plätzen.

Weil Drio II und III bei ihrer Realisierung sozusagen durch die Tiefgarage gegründet werden, müssen für beide Gebäude Grundstücksflächen aus der Tiefgarage herausgelöst werden. Diese neuen Grundstücksflächen werden innerhalb der Tiefgarage in der Größe der geplanten neuen Gebäude abgemauert und fallen damit als Parkraum weg.

Durch diesen Eingriff in die Bausubstanz der Tiefgarage wird die bestehende Abdichtung nach unten (sogenannte „schwarze Wanne“) ebenso zerstört wie das statische System der Tiefgaragendecke. In der Folge müssen die Sohle und die Decke der Tiefgarage aufwendig saniert und ertüchtigt werden. Bei der Deckensanierung soll auch dem Umstand Rechnung getragen werden, dass der Schumacher-Platz wegen mangelnder Tragfähigkeit heute nicht mit Feuerwehrwagen befahren werden darf.

Dazu kommen nach Angaben der Verwaltung eine Sanierung der Tiefgarage gegen eindringende Feuchtigkeit (oben und ringsum), großflächige Betonsanierungsarbeiten und eine komplette Erneuerung der Lüftungsanlagen in den Hallen drei und vier.

Neu geordnet werden muss im Zuge der Realisierung des Drio-Projektes auch die Anordnung der Rettungswege. Zudem ist nach Angaben der Verwaltung ein neues Brandschutzkonzept erforderlich.

Wird alles umgesetzt wie hier skizziert, bleiben von den heute vorhandenen 191 Stellplätzen 108 übrig. Umgerechnet auf die geschätzten Gesamtkosten von rund 6,7 Millionen Euro ergeben sich demnach pro Parkplatz Kosten von knapp 62 000 Euro.

Weitere Parkplätze in der City sollen durch ein Parkhaus auf dem Alten Schlossplatz entstehen. Vorgesehen sind hier nach aktueller Planung 360 Parkplätze (teilweise unterirdisch), deren Bau mit rund 9,5 Millionen Euro veranschlagt sind.

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