Bauarbeiten Feuer- und Rettungswache
Kostenrahmen ist um 335 000 Euro überschritten

Gronau -

Die Bauarbeiten an der neuen Feuer- und Rettungswache schreiten voran, der Fertigstellungstermin Ende 2020 bleibt – aber: Die Kosten steigen. Die Planungen sahen Gesamtkosten von 18,35 Millionen Euro vor, schon jetzt ist dieser Ansatz um 335 000 Euro überschritten, wie der Bauausschuss am Mittwochabend erfuhr.

Freitag, 07.12.2018, 08:29 Uhr
Die Baustelle der Feuer- und Rettungswache an der Eper Straße. Die Baukosten sind bisher um 335 000 Euro überschritten.
Die Baustelle der Feuer- und Rettungswache an der Eper Straße. Die Baukosten sind bisher um 335 000 Euro überschritten. Foto: Klaus Wiedau

Ein Vertreter des Planungsbüros AGN erläuterte den Politikern die Hintergründe. Allein 130 000 Euro entfallen auf Mehrkosten für die Regenentwässerung. Die sollte ursprünglich über ein Regenrückhaltebecken erfolgen. Weil das nicht genehmigt wurde, war der Bau eines Regenwasserkanals (Durchmesser 1,40 Meter) erforderlich, in dem bei Starkregen das Wasser gesammelt und später langsam an Vorfluter abgegeben wird.

Weitere Kosten wurden bisher durch Massenmehrung, Mehrkosten bei Klinkern und Mehrleistungen im Bereich Schwachstrom und IT verursacht. Den Mehrkosten steht eine mögliche Einsparungsliste (Umfang rund 107 000 Euro) gegenüber. Über deren Umsetzung ist allerdings noch nicht entschieden.

Die Politik hatte vor Baubeginn die Kosten auf die genannten 18,35 Millionen Euro gedeckelt, das Planungsbüro AGN hatte demgegenüber für einen Risikozuschlag (1,4 Millionen) geworben. Das wurde von der Politik seinerzeit abgelehnt.

Mit Blick auf weitere Kosten machte der AGN-Vertreter vor dem Ausschuss deutlich, dass inzwischen 70 Prozent der Baukosten inzwischen submittiert sind, der Vergabestand der Arbeiten liege bei rund 50 Prozent. Nach relativ günstigen Vergaben im Bereich Erdarbeiten und Rohbau liegen die derzeitigen Ergebnisse der Ausschreibungen vermehrt über der Kostenberechnung. Ursache dafür ist die konjunkturell starke Nachfrage im Bausektor. Generell beteiligen nach Angaben der Verwaltung nur relativ wenige Firmen an den Ausschreibungen.

Zum Zeitplan erfuhren die Politiker, dass sich die Fertigstellung des Rohbaus von Dezember 2018 auf Januar 2019 verschiebt. Grund dafür sei die extreme Wetterlage im Sommer, hieß es. Auch durch Beschleunigungsmaßnahmen sei dieser Zeitverlust nicht einzuholen. Die Gesamtfertigstellung Ende 2020 sei noch nicht gefährdet, aber stark von den Wetterverhältnissen in diesem Winter abhängig.

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