Lenkungsausschuss soll Sportstättenleitplan überarbeiten
Angebot und Bedarf analysieren

Gronau -

Ein neu zu gründender Lenkungsausschuss soll sich im ersten Quartal 2019 mit der Aktualisierung des Sportstättenleitplans der Stadt befassen. Diesen Beschluss fassten am Dienstagabend die Mitglieder des Sportausschusses. Dem Gremium sollen Vertreter aus den Bereichen Sport, Schule und Kultur sowie – als externe Berater – Fachleute des Landessportbundes angehören.

Donnerstag, 06.12.2018, 08:34 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 18:48 Uhr
Blick in die nach einem Wasserschaden sanierte Sporthalle 1 an der Laubstiege. Hier wurde in den vergangenen Monaten der kompletten Boden ausgetauscht.
Blick in die nach einem Wasserschaden sanierte Sporthalle 1 an der Laubstiege. Hier wurde in den vergangenen Monaten der kompletten Boden ausgetauscht. Foto: Klaus Wiedau

Den Stein dafür ins Rollen gebracht hatte Ratsmitglied Herbert Krause (Pro Bürgerschaft/Piraten). Nach 39 Jahren, so Krause mit Hinweis auf den bestehenden Plan, sei es an der Zeit, erneut eine umfassende Bestands- und Bedarfsanalyse zu erstellen. Er verwies darauf, dass sich in diesem Zeitraum vieles verändert habe. Das gelte für Einwohner- und Schulkinderzahlen, das gelte aber ebenso für das gesellschaftliche Verhalten, die Veränderungen in der Schullandschaft, das Freizeitverhalten der Menschen, für sportmedizinische Erkenntnisse und auch für die Neuausrichtung in den Sportvereinen.

Vor dieser Kulisse gelte es die Frage zu stellen, wie sich der Bedarf an Sporthallen und Freisportanlagen in der Stadt darstelle und ob dem Sport- und Schwimmunterricht für Schüler in der Stadt noch in ausreichendem und richtigem Maße entsprochen werde. Krause nannte hier explizit auch die Stichworte Inklusion und Förderschulen, die es zu berücksichtigen gelte.

Dass die Verwaltung darauf verwiesen hatte, mit einer Bedarfsanalyse und einer Fortschreibung des Sportstättenleitplans zu warten, bis die Bauarbeiten an den Gesamtschulen abgeschlossen sind, ließ Krause nicht gelten. Im Gegenteil: Falls sich der Ausschuss noch mal vertrösten lasse, so Krause, „ist es als fahrlässig gegenüber den Betroffenen anzusehen und zu bewerten“.

Erste Beigeordnete Sandra Cichon wies den Vorwurf, die Verwaltung wolle verschieben, zurück. Zuletzt habe sich der Sportausschuss im Mai 2017 darauf verständigt, die genannten Bauarbeiten abzuwarten.

Manfred Lenz (CDU) brachte schließlich einen Kompromissvorschlag in die Debatte ein. Auch er warb für eine Fortschreibung des Sportstättenleitplanes, sah aber keine Notwendigkeit für eine grundsätzliche Bedarfsanalyse und neue Gutachten. Sein Antrag: Die Fortschreibung des Planes – auch unter Berücksichtigung des Schulsports – solle in einem Workshop/Lenkungsausschuss erarbeitet werden. Für diesen Weg warb auch Werner Hölscher (Stadtsportverband): „Wir würden schnell handeln und hätten in kürzester Zeit Ergebnisse.“ Das sei auch vor dem Hintergrund wichtig, dass nur dann zügig Fördermittel aus einem neuen Landesprogramm (300 Millionen Euro) beantragt werden könnten.

Dem Lenz-Vorschlag pflichteten auch Linsey Meyer-Kernebeck und Heiko Göhlfennen (SPD) bei. Zahlenmaterial über bewilligte und nicht bewilligte Stundenkontingente in den Sporthallen lägen der Stadt sicher vor, so Göhlfennen. Auf dieser Grundlage sei auch ohne externe Hilfe eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchzuführen. Hans van Schelve (UWG) warb dafür, Struktur in die Arbeit der Lenkungsgruppe zu bringen, indem Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen (Beispiel: Schulsport, Nutzer von Außenanlagen) im Detail betrachtet werden. Am Ende verständigte sich der Ausschuss einstimmig darauf, dass der Lenkungsausschuss Anfang 2019 mit der Arbeit beginnen soll.

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