Ausschuss lehnt ab
Kein Wohnen auf dem Gleisdreieck

Gronau -

Der Bauausschuss war sich schnell einig. Nach nur kurzer Debatte wurde am Mittwochabend ein Antrag abgelehnt, auf dem Gelände des sogenannten Gleisdreiecks (zwischen den Bahnlinien an der Gildehauser Straße gelegen) Wohnbebauung zu schaffen.

Donnerstag, 06.12.2018, 18:18 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 18:49 Uhr
Das Gleisdreieck: Rechts die Gildehauser Straße, unten die Pyramide auf dem Laga-Gelände.
Das Gleisdreieck: Rechts die Gildehauser Straße, unten die Pyramide auf dem Laga-Gelände. Foto: Kreis Borken/Geobasis NRW

Der Eigentümer des ehemaligen Bahngeländes hatte beantragt, auf diesem Grund zahlreiche Wohneinheiten in zwei- und dreigeschossigen Gebäuden zu errichten. Erschlossen werden sollte das Areal über eine Straße mit Wendehammer.

Aus Sicht der Verwaltung spreche grundsätzlich nichts gegen eine Nutzungsverdichtung an dieser Stelle, allerdings müsse der Eigentümer zunächst seine Vorstellungen konkretisieren und Antworten auf zahlreiche Fragen (Altlasten, artenschutzrechtliche Relevanz der Fläche, Immissionsbelastung durch die Nähe zur Bahnstrecke, Entwässerung und verkehrliche Erschließung) klären, so Joachim Krafzik, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung vor dem Ausschuss.

Dessen Mitglieder waren grundsätzlich anderer Meinung. „Das ist die allerletzte Fläche, wo ich Wohnbebauung schaffen möchte“, so Jörg von Borczyskowski (UWG). Unter anderem schon wegen der verkehrlichen Anbindung an die Gildehauser Straße, die eine „absolute Katastrophe“ sei.

Die Verkehrsbelastung sah auch Martin Dust (CDU) an dieser Stelle als Problem. Wohnbebauung lehne auch er dort ab, allenfalls sei eine gewerbliche Nutzung denkbar, die mit wenig Verkehr verbunden sei.

Die Aufstellung eines Bebauungsplanes lehnte der Ausschuss vor diesem Hintergrund einstimmig ab.

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