Bethesda sagt öffentliche Veranstaltungen im Haus ab
Senioren mit dem Norovirus infiziert

Gronau -

Bewohner des Bethesda-Seniorenzentrums haben sich mit dem Norovirus infiziert. Das bestätigte am Freitagnachmittag Reinhard van Loh, Leiter der Senioreneinrichtung, auf Anfrage der Redaktion. Danach leiden derzeit rund „15 bis 20“ der insgesamt 100 Bewohner des Altenheimes unter den Symptomen der ansteckenden Magen-Darmerkrankung, die mit heftigem Erbrechen und Durchfall einhergeht. Über den Ausbruch der meldepflichtigen Infektionskrankheit sei auch das Gesundheitsamt informiert worden.

Freitag, 18.01.2019, 18:51 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 19:00 Uhr
Im Bethesda-Seniorenzentrum haben sich Bewohner mit dem Norovirus infiziert. Rund 15 bis 20 Patienten sind nach Angaben des Hauses betroffen.
Im Bethesda-Seniorenzentrum haben sich Bewohner mit dem Norovirus infiziert. Rund 15 bis 20 Patienten sind nach Angaben des Hauses betroffen. Foto: Rapreger

Der Norovirus wird direkt von Mensch zu Mensch übertragen, weitere Übertragungswege führen über Lebensmittel oder verunreinigte Gegenstände sowie über die sogenannte Tröpfchen­infektion. Der Krankheitsverlauf wird in einschlägigen Informationsquellen als heftig und kurz beschrieben, die Symptome treten dabei ein bis drei Tage auf.

„Wir haben alle öffentlichen Veranstaltungen im Haus für die nächste Zeit abgesagt“, beschreibt van Loh eine Maßnahme, die das Haus ergriffen hat, um eine Weiterverbreitung des Norovirus zu verhindern. Betroffen davon ist auch die – für kommenden Mittwoch – geplante Auftaktveranstaltung des Kooperationsprogramms von Kneipp-Verein und Bethesda-Seniorenzentrum. „Ich werde am Montag mit Bernd Ahlers vom Kneipp-Verein das weitere Vorgehen besprechen“, so van Loh.

Das Haus sei natürlich weiterhin geöffnet, Besucher würden allerdings am Eingang über die Norovirus-Infektion informiert. Van Loh: „Wir haben dort auch Handschuhe und Mundschutz ausliegen.“ Gäste werden zudem aufgefordert, auf Hygiene und Desinfektion zu achten, um eine Übertragung zu vermeiden.

Der Leiter des Seniorenzentrums geht davon aus, dass das Virus möglicherweise vom benachbarten Lukas-Krankenhaus auf die Einrichtung übertragen wurde. Dort habe es vorab einen Ausbruch gegeben, inzwischen ebbe die Virus-Welle im Krankenhaus aber bereits wieder ab. „Wir haben 15 Jahre Ruhe vor dem Virus gehabt, jetzt hat es uns erwischt“, so van Loh.

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