UWG will vor allem bei laufenden Projekten am Ball bleiben
„Keine neuen Luftschlösser bauen“

Gronau -

Innenstadtentwicklung, Stärkung der sozialen Gerechtigkeit, Klima- und Umweltschutz oder Bürgermeisterwahl – die Fraktionen im Rat der Stadt haben sich für 2019 teilweise identische, teilweise aber auch unterschiedliche Ziele gesteckt. Die WN-Redaktion hat die Top-Themen erfragt. In dieser Folge kommt die UWG zu Wort.

Montag, 21.01.2019, 10:00 Uhr
Die Hertie-Baustelle und dahinter Wohnhäuser am Kurt-Schumacher-Platz: Die Innenstadt-Entwicklung und bezahlbares Wohnen sind zwei Themen, um die sich die UWG 2019 kümmern möchte.
Die Hertie-Baustelle und dahinter Wohnhäuser am Kurt-Schumacher-Platz: Die Innenstadt-Entwicklung und bezahlbares Wohnen sind zwei Themen, um die sich die UWG 2019 kümmern möchte. Foto: Frank Zimmermann

„Wir können uns vieles wünschen. Wichtig ist es aber, bei allen Vorhaben den Etat der Stadt im Blick zu behalten und angesichts der bereits angeschobenen Projekte keine neuen Luftschlösser zu bauen“, bringt Fraktionschef Jörg von Bor­czyskowski die Sichtweise der UWG auf den Punkt.

► Die zielgerichtete weitere Entwicklung der Innenstadt nennt er als die Aufgabe mit besonderer Priorität, die sich seine Fraktion für 2019 vorgenommen habe. Dabei seien natürlich mit Blick auf Verträge und Bauvorhaben jetzt insbesondere die Investoren gefragt. Gleichwohl habe auch die Stadt mit den übernommenen Aufgaben (Gestaltung der Freiflächen, Parkhaus und Ertüchtigung/Ausbau der Tiefgarage) ihren Part zu leisten. Für einzelnen Bereiche seien dabei schon Planungen erfolgt, dennoch bleibe viel zu tun.

► Kommunalen Handlungsbedarf sieht von Bor­czyskowski auch beim Stichwort Wohnen. Hier gelte es, durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen die Situation vor Ort zu verbessern. „Zusätzliche Flächen und Baugebiete ausweisen, die Nachverdichtung von Wohnbereichen vorantreiben, aber auch das Modell ‚Jung kauft Alt‘ auf den Weg bringen“, nennt der UWG-Sprecher als politische Herausforderungen für 2019. Außerdem müsse durch einen Ausbau des Angebotes im Mietwohnungsbau Einfluss auf die Mietpreise genommen werden – „das ist das kleine Einmaleins der Betriebswirtschaft“.

► „Dringend müssen wir auch an unsere Verwaltungsstandorte herangehen“, listet der UWG-Sprecher ein weiteres Themenfeld auf. Die Sanierung des denkmalgeschützten Deilmann-Rathauses, aber zugleich auch der Bau eines Teilrathauses an der Bahnhofstraße seien weitere Aufgaben, die mit Priorität anzugehen seien.

Im Übrigen verweist von Borczyskowski auf die von der Gestaltungsmehrheit bereits auf den Weg gebrachten Großprojekte wie Neubau der Feuer- und Rettungswache, Sparkassenfusion, Verbesserung der Verwaltungsstruktur, Ausbau der Schullandschaft oder die Einstellung des neuen Baurats und einer neuen Geschäftsführerin für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Bei diesen und weiteren angeschobenen Vorhaben am Ball zu bleiben, sei ebenfalls Bestandteil der politischen Arbeit der UWG 2019.

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