Viele Eisflächen zu dünn
Feuerwehr warnt vor Gefahren auf dem Eis

Gronau -

Die Gronauer Feuerwehr warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen. Viele Eisflächen seien noch zu dünn, sodass man schnell einbreche. Daher gibt sie einige Tipps für einen sicheren Ausflug.

Montag, 21.01.2019, 18:00 Uhr
Die ersten Wasserflächen sind zugefroren und locken zum Schlittschuhlaufen. Doch die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht.
Die ersten Wasserflächen sind zugefroren und locken zum Schlittschuhlaufen. Doch die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht. Foto: Matthias Ahlke

Die Gronauer Feuerwehr warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: „Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen zu dünn; es droht Einbruch“, erklärt Feuerwehrpressesprecher Martin Bültmann . „Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen!“, mahnt er. Für die Freigabe sind die örtlichen Behörden zuständig.

Für den sicheren Ausflug sollten einige Tipps beachtet werden:

► Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst! Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.

► Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis – bei einem Unfall kann sonst niemand Hilfe leisten.

► Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten! Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen)!

► Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe oder organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt!

► Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein.

„Innerhalb weniger Minuten in rund vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter“, erläutert Martin Bültmann. Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus wagen. Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter.

Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als „Hausmittel“ mit Schnee abreiben.

Sollte es zu einem Unfall gekommen sein, zögern Sie nicht, über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr zu verständigen.

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