Grün-Alternative-Liste will Bürger stärker einbeziehen
Energie, Klima, Verkehr und mehr

Gronau -

Innenstadtentwicklung, Stärkung der sozialen Gerechtigkeit, Klima- und Umweltschutz oder Bürgermeisterwahl – die Fraktionen im Rat der Stadt haben sich für 2019 teilweise identische, teilweise aber auch sehr unterschiedliche Ziele gesteckt. Die WN-Redaktion hat zu Beginn der politischen Arbeit im neuen Jahr die Top-Themen erfragt. In dieser Folge kommt die GAL zu Wort.

Donnerstag, 24.01.2019, 10:31 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 10:40 Uhr
Eine Forderung, die die GAL teilt: Sie lehnt eine Ostumgehung in Epe weiterhin ab.
Eine Forderung, die die GAL teilt: Sie lehnt eine Ostumgehung in Epe weiterhin ab. Foto: Guido Kratzke

Umwelt- und sozialpolitische Themen will die GAL im Jahr 2019 weiter in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns stellen. Udo Buchholz nennt in diesem Zusammenhang „die Energie- und Klimaschutzpolitik, die Verkehrspolitik sowie die Integration von Flüchtlingen“. Konkret wird sich die GAL dabei weiterhin für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage, gegen weitere Castor-Atommülltransporte nach Ahaus und für die stärkere Nutzung regenerativer Energien einsetzen.

► Bei der Neugestaltung der Gronauer Innenstadt spricht sich die GAL „für einen gesunden Einzelhandel“ aus, der mit attraktiven Angeboten besticht und keine Parkhäuser oder teure Tiefgaragen erfordert.

► Verkehrspolitisch fordert Buchholz „eine Verbesserung des Stadtbuskonzeptes, des Bahnangebotes und der Radwegenetze. Den Bau der Ostumgehung in Epe lehnt die GAL weiterhin ab.“

► Bei der Ausweisung von Industriegebieten, aber auch bei anderen kommunalen Projekten will sich die GAL weiterhin für eine stärkere Berücksichtigung von Naturschutzaspekten stark machen.

► In den Flüchtlingsfragen ist nach Auffassung der GAL aus kommunaler Sicht besonders die Einstellung von mehr Personal zur Betreuung von Flüchtlingen wichtig, „damit unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger möglichst schnell nach ihrer Ankunft in Gronau Kontakte knüpfen und den Weg in unsere Gesellschaft finden können“.

► Stichwort Stadt: Die GAL hält es für wichtig, dass Fachkompetenz in der Stadtverwaltung weiter gestärkt wird, damit – beispielsweise – weniger Gutachten von externen Büros erstellt werden müssen.

Generell ist der GAL auch die stärkere und aktive Einbeziehung der Bürger in kommunale Vorhaben und Planungen wichtig. Buchholz: „Die regelmäßige Durchführung von Bürgerversammlungen, etwa vierteljährlich, sollte zukünftig zu den Standardaufgaben der Verwaltung gehören. Gemeinsam mit der Bevölkerung können so etwa bauliche Mängel an öffentlichen Gebäuden oder an Radwegen frühzeitig erkannt und behoben werden.“

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