Informationsveranstaltung in der Bürgerhalle
Neues Erscheinungsbild für die Innenstadt

Gronau -

Die Diskussion über die Umgestaltung der Gronauer Innenstadt geht in die nächste Runde. Am Dienstag hatten die Bürger in der Bürgerhalle die Gelegenheit, ihre Anregungen für die Umgestaltung vorzubringen.

Donnerstag, 24.01.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 08:30 Uhr
Landschaftsplaner Stefan Bracht (r.) stellte das neue Gestaltungskonzept für die Innenstadt am Dienstagabend in der Bürgerhalle vor und nahm zahlreiche Anregungen entgegen.
Landschaftsplaner Stefan Bracht (r.) stellte das neue Gestaltungskonzept für die Innenstadt am Dienstagabend in der Bürgerhalle vor und nahm zahlreiche Anregungen entgegen. Foto: uk

Im Herbst sollen die Arbeiten an den Straßen, Wegen und Plätzen im ersten Abschnitt auf der Neustraße zwischen Stadtkirche und Schulstraße und auf der Schulstraße zwischen Neustraße und Kurt-Schumacher-Platz beginnen.

Landschaftsplaner Stefan Bracht stellte den rund 100 Gästen den Planungsstand vor. Zuvor hatten sich die politischen Gremien, die Anlieger sowie die Gebäudeeigentümer mit den anstehenden Veränderungen auseinandergesetzt und ihre Anregungen eingebracht.

Bürgermeisterin Sonja Jürgens erinnerte daran, dass es in dem Prozess bereits zuvor eine Bürgerbeteiligung gegeben habe – und zwar im Rahmen der Beratungen für das Integrierte Handlungskonzept, das die Basis für die Neugestaltung der Gronauer Innenstadt darstelle und der Schlüssel für die 50-prozentige Förderung des Landes sei. Aktuell warte die Stadt auf die Zusage für den ersten Abschnitt, der mit Kosten von rund 1,7 Millionen Euro kalkuliert worden sei. Diesen Betrag brachte Bracht bei der anschließenden Fragerunde ins Spiel. Er bezifferte die Kosten aller Maßnahmen mit rund zwölf Millionen Euro.

Eine Frage rückte in den Mittelpunkt: Wann gehr es denn endlich mit dem Drio-Bau los? Die Bürgermeisterin konnte nur die Information weitergeben, dass der Investor derzeit noch auf der Suche nach Mietern sei und um Zeit gebeten habe.

Der erste Bauabschnitt könne unabhängig von der Realisierung des Drios in Angriff genommen werden, weil das Erscheinungsbild die komplette Innenstadt prägen solle. Das gelte nicht nur für den geplanten dritten Bauabschnitt mit dem Umfeld der St.-Antonius-Kirche bis zum Berliner Platz. Es sei auch wünschenswert, dass die Bahnhofstraße ein neues Erscheinungsbild erhalte.

Die Neustraße, das betonte Bracht, werde zukünftig eine Fußgängerzone, in der Fahrradfahrer geduldet würden. Auch wenn es unterschiedlich gepflasterte Bereiche geben werde, so solle die Idee der „Shared Spaces“ aufgegriffen werden, Räume, in denen Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt seien und zur gegenseitigen Rücksichtnahme aufgefordert werden.

Gelobt wurde, dass ein Teil der Pflastersteine wiederverwendet werden soll. Zwischen ihnen werde es Flächen – der Planer sprach von „Teppichen“ – geben, auf denen Baumgruppen, Denkmale oder auch Sitzgelegenheiten Platz finden. Wasser solle als gestalterisches Element Verwendung finden.

Verkehrsprobleme auch mit dem Lieferverkehr sieht der Planer nach dem Umbau weniger als noch heute. „Die Netto-Fläche für den Verkehr wird größer“, verwies er beispielsweise auf die heute vorhandenen großen Baumringe. Um diese herum sorge das durch die Wurzeln angehobene Straßenpflaster ohnehin dafür, dass die Flächen schlecht passierbar seien. Deshalb solle auch bei der Auswahl der neuen Bäume darauf geachtet werden, dass das Wurzelwerk wie auch die Kronen innenstadttauglich seien. Säulenhainbuchen seien dafür denkbar.

Auch wenn vor der Kirche ein Wasserspiel und auf der Seite zur Laga beispielsweise eine Boule-Anlage denkbar seien, werde darauf geachtet, dass die Veranstaltungen des Stadtmarketing problemlos stattfinden können. „Wir wollen ja schließlich, dass unsere Innenstadt an Attraktivität gewinnt“, fasste die Bürgermeisterin zusammen.

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