Jahresbilanz der Gronauer Sparda-Bank-Filiale
Wer spart, verliert

Gronau -

„Die Deutschen sparen gerne“, sagte Daniela Dust, Leiterin der Gronauer Sparda-Bank-Filiale, am Freitag beim Pressegespräch. Konsequenz: Im vergangenen Jahr stiegen die Kundeneinlagen in der Filiale um 6,6 Prozent auf 48,6 Millionen Euro.

Samstag, 02.02.2019, 10:00 Uhr
Für ein breites Sparverhalten wirbt Daniela Dust, Leiterin der Gronauer Sparda-Bank-Filiale. Durch die Niedrigzinsphase verliert das Geld auf dem Sparbuch an Wert.
Für ein breites Sparverhalten wirbt Daniela Dust, Leiterin der Gronauer Sparda-Bank-Filiale. Durch die Niedrigzinsphase verliert das Geld auf dem Sparbuch an Wert. Foto: Rupert Joemann

„Vor allem das Sicherheitsbedürfnis ist den Kunden dabei sehr wichtig“, sagte Dust . Doch die Schattenseite für die Kunden: Die Zinsen sind in den klassischen Sparanlagen so niedrig, dass noch nicht einmal ansatzweise der Verlust durch die Inflation ausgeglichen werden kann. Deshalb warb Dust für „mehr aktive Sparanlagen“. Sie empfahl, das Geld in unterschiedliche Produkte anzulegen, um so das Risiko zu streuen. Es gebe eine große Spannbreite zwischen Sparbuch und Aktien, so die Filialleitern.

„Auf der einen Seite bin ich froh über diesen Vertrauensbeweis. Auf der anderen Seite ist dieses Verhalten weder für die Bank noch für unsere Kunden gut“, erklärte Daniela Dust. Für Geld, das die Banken bei der Europäischen Zentralbank parken, müssen sie einen Strafzins von 0,4 Prozent bezahlen. Das wiederum mindert den Gewinn.

Die Gronauer Filiale hat ihr Kreditvolumen im Verhältnis zur Vertriebsdirektion Nord, dem Gebiet der ehemaligen Sparda-Bank Münster, gesteigert.

Während im Gesamtnorden das Kreditvolumen unverändert bei 1,7 Milliarden Euro lag, steigerte das Gronauer Team im vergangenen Jahr das Volumen um 1,7 Prozent auf 70,4 Millionen Euro.

Wichtigster Batzen dabei waren die Baufinanzierungen, die um 880 000 Euro (+1,3 Prozent) auf 68,2 Millionen Euro stiegen.

Die weiter anhaltende Niedrigzinsphase spricht dafür, dass auch in diesem Jahr Bürger und Unternehmen weiter in Immobilien investieren.

Zurückgefahren hat die Sparda-Bank die eigenen Privatkredite zugunsten von vermittelten Easy-Credit-Krediten, einer Marke der genossenschaftlichen Team-Bank AG. Während die Sparda-Privatkredite um 22,1 Prozent (311 000 Euro) auf rund 1,1 Millionen Euro zurückgingen, stiegen die Easy-Credit-Kredite um 223,5 Prozent auf 886 000 Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich die Filiale hier eine deutliche Steigerung vorgenommen. „Denn nach dem Zinsüberschuss aus den Baufinanzierungen und den Provisionserträgen aus dem Fondsbereich ist der Privatkredit Easy-Credit vertrieblich unsere drittgrößte Einnahmequelle“, erklärte Daniela Dust.

► Brigitte Scheuer aus Osnabrück übernimmt ab Montag (4. Februar) kommissarisch die Filialleitung, da Daniela Dust dann zunächst in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit geht. Scheuer ist aber nicht jeden Tag in der Filiale an der Neustraße. Dafür kommt ein Kollege nach Gronau, der sich täglich um das Kreditgeschäft kümmert.

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