Nach Insolvenz von Energieversorger BEV
Kunden sollten umgehend reagieren

Gronau -

Der Strom- und Gaslieferant Bayrische Energieversorgungsgesellschaft mbH (BEV) befindet sich aktuell in einem Insolvenzverfahren und kann seine Kunden nicht mehr mit Strom und Gast beliefern (die WN berichteten). Seit Bekanntwerden dieser Information reißen bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Gronau die Anfragen von Ratsuchenden nicht ab.

Donnerstag, 07.02.2019, 10:00 Uhr
Nach dem Insolvenzantrag der BEV müssen sich betroffene Kunden jetzt umgehend einen neuen Strom- bzw. Gaslieferanten suchen.
Nach dem Insolvenzantrag der BEV müssen sich betroffene Kunden jetzt umgehend einen neuen Strom- bzw. Gaslieferanten suchen. Foto: Patrick Pleu/dpal

„BEV-Kunden sollten sich bei Lieferstopp umgehend einen neuen Strom- bzw. Gasversorger suchen. Bis ein neuer Lieferant die Energieversorgung übernimmt, sorgt das örtliche Versorgungsunternehmen dafür, dass Betroffene nicht im Dunkeln und Kalten sitzen müssen. Allerdings landen sie hierbei zunächst in der Grundversorgung“, erklärt Elke Liening , Leiterin der Verbraucherzentrale in Gronau.

Kommunale Energieversorger übernehmen, so Liening, automatisch die Ersatzversorgung der betroffenen Kunden. Die Notfallaktion greift immer dann, wenn ein Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann und keinen Strom oder kein Gas mehr liefert.

Rat und Hilfe bei der Suche nach der passenden Alternative zur Strom- und Gasversorgung oder der Frage, was aus einem Guthaben beim klammen Energie-Discounter BEV wird, bietet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale an der Konrad-Adenauer-Straße 47-49, ✆  02562 608 696 01.

Für die im Gronauer Netzgebiet betroffenen Kunden sind die Stadtwerke Gronau Ansprechpartner. „Selbstverständlich übernehmen die Stadtwerke Gronau als Grundversorger vor Ort und im Rahmen der gesetzlichen Ersatzversorgung die nahtlose Versorgung dieser Kunden. Die ununterbrochene Belieferung aller BEV-Kunden im Netzgebiet der Stadtwerke Gronau mit Strom und Gas ist damit durch uns sichergestellt,“ so Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Drepper . „Wir bitten aber auch um Verständnis, dass solche Vorfälle auch für uns sehr ärgerlich sind und zudem hohe zusätzliche Kosten verursachen. Das Geschäftsmodell von Energiediscountern ist fragwürdig und keinesfalls nachhaltig. So belasten die Insolvenzen der Anbieter DEG, DEV, E:veen, BEV und andere auch die jeweiligen Netzbetreiber und damit die Allgemeinheit.“

Im Fall der BEV-Insolvenz werden die Stadtwerke Gronau nach eigenen Angaben durch die Nichtzahlung von Netzentgelten mit Außenständen in Höhe von etwa 25 000 Euro belastet. „So zeigt sich einmal mehr, dass der billige Jakob nicht immer der beste ist,“ so Drepper.

Die Stadtwerke werden alle betroffenen Kunden anschreiben und über die Details der Ersatzversorgung informieren. Bei Fragen können die Kunden den lokalen Energieversorger unter der Telefonnummer 02562/717-717 oder per E-Mail an kundenservice@stadtwerke-gronau.de kontaktieren. Ebenso können sie persönlich ins Kundencenter an der Laubstiege gehen, um direkt vor Ort alle Details zu klären.

Aktuelle Infos zur BEV-Insolvenz und den Folgen gibt es zudem im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/bev.

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