Führungswechsel bei Polizeiwache und Kriminalpolizei
Die Neuen sind schon alte Hasen

Gronau -

Neue Gesichter an der Spitze der Polizei in Gronau: Ludwig Nacke ist seit 1. Februar Nachfolger von Rainer van Eckendonk als Leiter der Polizeiwache Gronau. Bereits im Dezember hat Martin Mensing die Nachfolge von Reinhard Bonke als Leiter der Kriminalpolizei angetreten.

Donnerstag, 07.02.2019, 19:54 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 20:01 Uhr
Schlüsselübergabe bei der Polizei Gronau: Der bisherige Leiter der Polizeiwache Gronau, Rainer van Eckendonk (2.v.r.), gibt im Beisein von Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.l.) den Schlüssel symbolisch an seinen Nachfolger Ludwig Nacke (r.) weiter. Links im Bild der neue Leiter Kriminalpolizei, Martin Mensing.
Schlüsselübergabe bei der Polizei Gronau: Der bisherige Leiter der Polizeiwache Gronau, Rainer van Eckendonk (2.v.r.), gibt im Beisein von Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.l.) den Schlüssel symbolisch an seinen Nachfolger Ludwig Nacke (r.) weiter. Links im Bild der neue Leiter Kriminalpolizei, Martin Mensing. Foto: Klaus Wiedau

Neue Gesichter an der Spitze der Polizei in Gronau: Ludwig Nacke ist seit 1. Februar Nachfolger von Rainer van Eckendonk als Leiter der Polizeiwache Gronau. Bereits im Dezember hat Martin Mensing die Nachfolge von Reinhard Bonke als Leiter der Kriminalpolizei angetreten. Dr. Kai Zwicker, als Landrat auch Chef der Kreispolizeibehörde , stellte die beiden „Neuen“ am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespräches vor. Der Stabwechsel in der Führung sei, so Zwicker, „ein besonderer Tag für die Polizeiwache Gronau, aber auch für die Kreispolizeibehörde“.

Obwohl neu in Gronau sind Nacke und Mensing alte Hasen im Polizeidienst, wie ein Blick auf die Lebensläufe zeigt. Interessantes Detail am Rande: Beide haben zu Beginn ihrer beruflichen Karriere bei der Polizei NRW Teile der Ausbildung gemeinsam absolviert. Beide seien von den fachlichen Fähigkeiten bestens für die jeweilige Aufgabe geeignet, so Zwicker. Neben der Führungsaufgabe und dem Einfühlungsvermögen in die eigene Truppe gehe es an einem Standort wie Gronau aber auch um andere Aufgaben – etwa die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und das Miteinander mit den diversen gesellschaftlichen Gruppen.

Erster Polizeihauptkommissar Ludwig Nacke (51) trat bereits 1988 in den Polizeidienst des Landes Hamburg ein. 1991 wechselte er zur Polizei NRW und kam 1997 zur Kreispolizeibehörde Borken. Nach der Ausbildung zum Kommissar war er im Laufe der vergangenen 22 Jahre in verschiedenen Dienstbereichen tätig – unter anderem in Führungsaufgaben bei der Polizei Ahaus und der Leitstelle Borken. Darüber hinaus arbeitete Nacke zeitweise beim Polizeipräsidium Münster und bei der Kriminalpolizei in Gronau. Von 2004 bis 2009 war er als Dienstgruppenleiter bei der Polizei Ahaus, von 2009 bis Mitte 2018 arbeitete er als freigestelltes Personalratsmitglied in der Kreispolizeibehörde. Seit Mitte 2018 leitete Nacke eine Dienstgruppe in der Leitstelle Borken.

Nacke ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und wohnt in Vreden. In der Freizeit ist er „leidenschaftlicher Camper“, Major im Vredener Schützenverein und seit einigen Jahren Golfer. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung in Gronau“, so Nacke. Die Arbeit als Wachleiter habe ihn immer gereizt. Die vergangenen Wochen der Einarbeitung mit seinem Vorgänger Rainer van Eckendonk hätten dies bestätigt. „Interessant, spannend und abwechslungsreich“, so Nacke über seinen neuen Arbeitsplatz.

Kriminalhauptkommissar Martin Mensing (50) begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit einer Ausbildung beim damaligen Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei). 1991 wechselte er in den Polizeidienst des Landes NRW, war zunächst in Düsseldorf tätig. Von 1994 bis 1997 absolvierte er die Ausbildung zum Kommissar und kam direkt im Anschluss zur Kreispolizeibehörde Borken. Seitdem war er in vielen Dienstbereichen – vorwiegend der Kriminalpolizei – tätig. Zu seinen Aufgaben gehörten Ermittlungen nach Todesfällen, Bränden, Bedrohung und Fällen von häuslicher Gewalt. Unter anderem arbeitete er bei der Kripo in Ahaus und in der Stabsstelle der Polizei. Mensing gehörte zahlreichen Ermittlungskommissionen an, arbeitete in Mordkommissionen mit und war mehrfach auch bei der (früher existenten) Mittelbehörde der Polizei bei der Bezirksregierung Münster tätig. Sechs Jahre war Mensing Dienstgruppenleiter der Kriminalwache Borken, lernte dabei alle Standorte im Kreis kennen. Anfang 2018 wurde er zum stellvertretenden Leiter der Kripo Ahaus ernannt, ehe er nach Gronau wechselte. „Gronau ist etwas besonderes“, so Mensing mit Blick auf das Zusammenspiel und den Zusammenhalt von Schutzpolizei, Kripo und Bundespolizei am Standort. „Mit Gronau habe ich immer geliebäugelt“, räumt er ein und macht deutlich: „Ich habe ein gut bestelltes Kommissariat mit hochmotivierten und qualifizierten Mitarbeitern übernommen.“

Mensing ist verheiratet, wohnt in Nienborg und hat drei erwachsene Kinder (ein Sohn ist Polizist). Er ist Vorsitzender des Sportvereins Rot-Weiss Nienborg und – wie Kollege Nacke – Major im Schützenverein.

Landrat Zwicker, Frank Burre (Abteilungsleiter Polizei bei der Kreispolizeibehörde) und Personalratsvorsitzender Georg Hovestädt dankten ausdrücklich einmal mehr dem bisherigen Wachleiter, Rainer van Eckendonk. Er habe seine Aufgabe in Gronau mit „Herzblut und großem Engagement“ (Zwicker) wahrgenommen. „Sie haben einen unschätzbaren Strang an Verbindungen aufgebaut“, lobte auch Burre die Arbeit van Eckendonks im Zusammenspiel mit Behörden und grenzüberschreitend: „Was wir hier hinkriegen, müssen andere erst mal machen.“ Van Eckendonk betonte, dass er bei der Polizeiführung in Borken immer ein offenes Ohr für seine Anliegen gefunden habe. Mit Blick auf seine eigene Arbeit fügte er dann – ganz in seiner ruhigen Art – hinzu: „Es war mir ein Vergnügen.“

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