Verkehrsminister Wüst zum Ortstermin an der B 54
„Wir arbeiten daran“

Epe -

Der Brandbrief von Martin Dust zeigt Wirkung: Nur kurze Zeit, nachdem der Christdemokrat in einem offenen Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst wegen der immer wieder auftretenden schweren Unfälle auf der B 54 herangetreten war, nutzte der Minister – gleichzeitig Landtagsabgeordnete aus dem benachbarten Wahlkreis – einen Besuchstag in der Region, um vor Ort das Gespräch zu suchen. Dabei unterstützt wurde er von der lokalen Landtagsabgeordneten Heike Wermer.

Samstag, 09.02.2019, 09:29 Uhr
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2.v.r.) und die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Wermer (r.) ließen sich von Rainer Doetkotte (v.l.), Martin Dust und Andrea Stenau-van Wüllen die Probleme mit der Verkehrssicherheit auf der B54 erläutern.
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2.v.r.) und die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Wermer (r.) ließen sich von Rainer Doetkotte (v.l.), Martin Dust und Andrea Stenau-van Wüllen die Probleme mit der Verkehrssicherheit auf der B54 erläutern. Foto: Guido Kratzke

Dust beschrieb dem Minister nicht nur sein persönliches Empfinden. Er schilderte auch Erfahrungen, die deutsche und niederländische Verkehrsteilnehmer ihm gegenüber gemacht haben, und forderte eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

„Das Problem auf dieser Straße ist, dass wir es nicht mit einem immer wieder auftretendem Problem zu tun haben“, verwies der Minister auf eine schwierige Gemengelage und erläuterte, weshalb es leider nicht von heute auf morgen zu einer einfachen Lösung kommen könne. „Wir arbeiten allerdings daran, die Sicherheit zu verbessern.“ Der Abschnitt zwischen Münster und Nordwalde befinde sich nicht nur als Streckenabschnitt mit einem vordringlichen Bedarf im Verkehrswegeplan des Bundes. Die Straße soll vierspurig ausgebaut werden. Der Ausbau ist auch im Arbeitsprogramm seines Ministeriums festgeschrieben. „In diesem Jahr steht die Umweltverträglichkeitsprüfung an“, beschrieb er das Vorgehen.

Den vierspurigen Ausbau sieht die Bundesplanung auch für die Abschnitte Nordwalde-Borghorst und A 31-Gronau vor. „Allerdings nur als weiterer Bedarf mit Planungsrecht“, räumte Wüst ein. „Wir haben allerdings im Ministerium zusätzliche Ingenieure eingestellt und Büros beauftragt, damit die anstehenden Planungen schneller als bisher umgesetzt werden können.“ Dadurch würden auch Projekte, die mit einer niedrigeren Priorität auf der Liste stehen, schneller umsetzbar.

„Auf Seite der Niederlande wird die Fortführung der B 54 zu einer vierspurigen Straße – das sollte zukünftig auch von der Grenze, vorbei an Gronau, bis Münster so sein“, betonte CDU-Bürgermeisterkandidat Rainer Doet­kotte die Bedeutung der Bundesstraße. Er wünschte sich eine möglichst schnelle Umsetzung.

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