Verkehrsprobleme und Ortsentwicklung in Epe
Verkehrsprobleme und Ortsentwicklung in Epe

Was hat die Politik in Epe vor?“, wollte Wolfgang Averbeck wissen. Rainer Reimer und Hermann Niewerth kritisierten die Verkehrssituation auf der Gronauer bzw. im Bereich Wilhelm-/Steinfurter Straße. „Ein katastrophaler Zustand. Mautpreller jagen durch die 5,40 Meterbreite Straße, fahren über Bürgersteige. Dabei ist das ein Schulweg. Was wird getan?“

Dienstag, 12.02.2019, 17:00 Uhr
Sonja Jürgens
Sonja Jürgens Foto: Frank Zimmermann

Für Rainer Doetkotte ist – obwohl gerade auf der Gronauer Straße auch viel innerörtlicher Verkehr unterwegs sei – die geplante Ostumgehung die Lösung. „Die Planung müssen wir konkretisieren." Das dauere lange. „Aber wenn ich hier nicht einen Poahl in die Erde haue, dauert es noch länger“, sprach er sich dafür aus, Fakten zu schaffen. Man müsse vermeiden, dass Gelder des Landes nicht abgerufen werden könnten, nur weil die Planung nicht abgeschlossen ist.

Jürgens bestätigte in Bezug auf die Straßenbauplanung: „Pläne umzusetzen, dauert zehn bis 20 Jahre. Und auch dann wird sich der Lkw-Verkehr nicht in Luft auflösen.“ Sie brachte das Schirmer-Konzept in Erinnerung, das eine Überbauung des Kirchplatzes bis zur Merschstraße vorsieht.

Martha Bösing, Mitglied des Seniorenbeirats, sprach die Probleme an, die sich durch hochdrückende Baumwurzeln für die Verkehrssicherheit auf Bürgersteigen und Radwegen ergeben. „Das bedeutet, sich von Bäumen zu trennen und nachzupflanzen“, sagte Sonja Jürgens. Christoph Leuders wies auf neue Technologien hin, mit denen die bautechnischen Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt würden. Auch Rainer Doetkotte sprach davon, punktuell Bäume herauszunehmen. Es solle aber stets das Gespräch mit Anwohnern gesucht werden.

Die Leerstände in Epe greifen immer weiter um sich. „Stadtmarketing und Wirtschaft sollen eingebunden werden, dieses Problem zu lösen. Leuders regte an, regionalen Produzenten Angebote zu machen, ihre Erzeugnisse gemeinsam in einem Ladenlokal anzubieten. Auch Konzepte wie „Unverpackt“-Läden böten Chancen. Jürgens fand, dass die Immobilienbesitzer „etwas beim Preis nachgeben“ sollten. Es gebe zwar Nutzer, die die geforderten Mietpreise zahlen würden – „aber das sind nicht die, die wir wollen.“ Und: „Wir müssen natürlich selbst in die Geschäfte gehen und hier einkaufen“, rief sie auf.

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