Gronau
Geschwindigkeit von Prozessen muss beschleunigt werden

Warum dauert alles so lange? „Viele Bürger haben den Eindruck, dass die Politik nichts auf die Kette kriegt“, gab Moderator Klaus Wiedau seine Erfahrungen zu den Entwicklungen in der Stadt wieder.

Dienstag, 12.02.2019, 16:42 Uhr

Rainer Doetkotte widersprach nicht. Oft seien Prozesse aber nicht zu beschleunigen, weil die lokale Politik auf die Abläufe keinen Einfluss habe. Als Beispiel aber, wie es nicht sein sollte, nannte er die Debatte um den Neubau des Rathauses. „Da haben wir zwei Jahre lang diskutiert, Gutachten angefordert – und irgendwann lag plötzlich das Thema Denkmalschutz auf dem Tisch. Da waren wir zwei Jahre weiter. „Darauf hätte die Verwaltung die Politik früher aufmerksam machen müssen. Das kann nicht sein. Und das möchte ich anders machen.“

Sonja Jürgens verdeutlichte die Abhängigkeiten von Fakten, die Entwicklungen immer wieder verlangsamen, an einem Beispiel: Solange das Drio nicht realisiert sei, könnte die Bücherei nicht dorthin umziehen. Die Räume in der Brücke wiederum würden benötigt, um Mitarbeiter aus dem Rathaus dort unterzubringen. Vorher könnte der Deilmann-Bau nicht saniert werden. „Das ist alles miteinander verknüpft“, sagte sie.

„Ich bin bei dieser Frage in einer bequemen Situation“, grinste Christoph Leuders. Trotzdem warnte er davor, alles nur „schnell, schnell“ zu machen. „Sonst drohen Pfusch und schlechte Planung. Routineprozesse sollten aber durchaus schneller und schlanker gestaltet werden.“

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