Verleihung des Integrationspreises 2018 an die Projektgruppe Stadtteilfest
Viel bewegt für den Westen

Gronau -

Gäbe es einen Wettbewerb um die Vielfalt und Vielzahl innerhalb eines einzelnen Preisträgers – die Projektgruppe Stadtteilfest Gronauer Westen hätte gute Aussichten, ihn für sich zu entscheiden: 27 Vereine, Institutionen und Gruppierungen vereinen sich im Empfänger des Integrationspreises 2018 der Stadt Gronau. Entsprechend voll wurde es auf der Bühne im „Haus der Begegnung“, wo Bürgermeisterin Sonja Jürgens den Preis stellvertretend an Ella Buresch und Michael Bleiber vom Wittekindshof überreichte. Die geplante Übergabe des Preisgeldes fand nicht statt, weil sich der auserwählte Verein Tischlein deck dich auflösen wird (siehe unten).

Mittwoch, 13.02.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 18:08 Uhr
Strahlten stellvertretend für alle 27 Projektgruppenmitglieder: Michael Bleiber und Ella Buresch (v.l.) mit Bürgermeisterin Sonja Jürgens. Gelebte Integration und Inklusion zeigten die Kinder der Tanzgruppe Anadolu Atese (kl. Foto)
Strahlten stellvertretend für alle 27 Projektgruppenmitglieder: Michael Bleiber und Ella Buresch (v.l.) mit Bürgermeisterin Sonja Jürgens. Gelebte Integration und Inklusion zeigten die Kinder der Tanzgruppe Anadolu Atese (kl. Foto) Foto: Christiane Nitsche

Für die Bürgermeisterin bedeutete es so etwas wie ein Heimspiel. „Wenn es um den Gronauer Westen geht, bin ich entschieden und bedingungslos parteiisch“, sagte die frühere Leiterin des inzwischen aufgegebenen Stadtteilzentrums „Grow“. Der Gronauer Westen sei ein „ganz besonderes, belastetes, aber auch wunderbares Quartier“. Mit dem Projekt Stadtteilfest, das am 1. September 2018 unter dem Motto „Der Westen bewegt sich“ auf dem Gelände des Wittekindshofs stattfand, habe sich der Zusammenhalt der vielen Menschen unterschiedlicher Kulturen, sozialer Prägung und Religionszugehörigkeit gezeigt.

„Was geblieben ist, ist der Geist“, erklärte Torsten Radau von der Projektgruppe, der sich selbst in vielfältiger Funktion und Zugehörigkeit für den Gronauer Stadtwesten engagiert. Auch nach dem Ende des Grow sei es gelungen, „Integration auf die Beine zu stellen“, erklärte er. Er kündigte an, dass das Stadtteilfest auch in Zukunft regelmäßig die Menschen im Quartier zusammenbringen solle – „vielleicht nicht jedes Jahr, aber alle vier Jahre.“

Dass neben Integration auch Inklusion zum Selbstverständnis der Akteure in der Projektgruppe gehört, zeigten die Musik- und Tanzbeiträge, mit denen die feierliche Preisverleihung einen bunten Rahmen erhielt: In allen Programmpunkten waren Menschen mit Einschränkungen sowie Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen dabei.

► Die Projektgruppe: Ahmadiyya Muslim Jamaat, Bogenschützen Gronau, Caritas Fachdienst für Integration und Migration & Young Caritas, Combat Hall, Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), Kinder- und Jugendzentrum sowie Familienzentrum Luise, Die Hummel, Evangelischer Posaunenchor und Spielmannszug der Erlöserkirche, Familienzentrum und Diakonische Stiftung Wittekindshof, Gronauer Narrengilde, Integrationsagentur des DRK, Jugendberufshilfe und Jugendschutz/Jugendförderung am Jugendamt Gronau, Jugendamtselternbeirat der Kitas Gronau, Karnevalsfreunde Gronau, die Kitas St. Ludgerus und St. Antonius, Kunst, Workshops & Konzepte (Kuwoko), Motorradfahrer, Schachclub Gronau, Schützengesellschaft Brook Specht­holtshook, SG Gronau, Tischlein deck dich, Türkisch Islamische Gemeinde (Fatih Moschee) und die Verbraucherzentrale.

 

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