Integrationsrat gegen Türkisch an Grundschulen
Englisch als Fremdsprache für alle Kinder

Gronau -

Der Integrationsrat der Stadt Gronau geht auf Distanz zu Äußerungen von Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW. Dieser hatte sich im „Kölner Stadtanzeiger“ dafür ausgesprochen, den Englisch-Unterricht an Grundschulen durch Türkisch zu ersetzen. Auf seiner Sitzung am Montagabend sprach sich der Gronauer Integrationsrat hingegen dafür aus, Englisch als Fremdsprache für alle Kinder qualitativ zu fördern. Die weitere Sprachförderung müsse die Förderung der deutschen Sprache sowie die der eigenen Muttersprache umfassen.

Donnerstag, 21.02.2019, 09:18 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 09:20 Uhr

Nach eingehender Beratung befand der Gronauer Integrationsrat, auf eine eigene Stellungnahme als Antwort auf die Äußerungen von Tayfun Keltek sowie auf die Erklärungen des Landesintegrationsrates zu verzichten. Dieser hatte in der vergangenen Woche die Äußerungen seines Landesvorsitzenden teilweise relativiert und sich dafür ausgesprochen, lediglich in der Grundschule Englisch durch sinnvolle Sprachangebote zu ersetzen, nicht aber in den Sekundarstufen I und II. Es reiche aus, den eigenen Standpunkt deutlich zu definieren, befürworteten verschiedene Mitglieder des Integrationsrates. In diesem Zusammenhang weist der Integrationsbeauftragte der Stadt Gronau, Ahmet Sezer , auf den muttersprachlichen Ergänzungsunterricht hin, wie er bereits seit Jahren in den verschiedenen Schulstufen zum Lehrplan gehört.

Auf der weiteren Agenda des Integrationsrates standen Förderanträge der Kurdisch-Ezidischen Initiative und der Türkisch-Islamischen Gemeinde. Demnach sprach sich der Integrationsrat Gronau dafür aus, das kurdische Newrozfest am 24. März sowie ein internationales Kinderfest unter dem Motto „Glückliche Kinder – Glückliche Welt“ zu fördern. Sezer kündigte zudem eine Aktionswoche während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März an.

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