Spektakulärer K+K-Coup mit gefälschtem Geldtransporter
Fünf Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft

Gronau/Essen -

Im spektakulären K+K-Coup mit falschen Geldboten in Gronau dauern die Ermittlungen an. Bei dem Überfall auf die Hauptverwaltung der Supermarktkette K+K hatten die Täter über eine Million Euro erbeutet. Fünf Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Mittwoch, 27.02.2019, 07:31 Uhr aktualisiert: 27.02.2019, 08:07 Uhr
Spektakulärer K+K-Coup mit gefälschtem Geldtransporter: Fünf Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft
Die Täter benutzen eine perfekte Kopie des echten Geldtransporters. Foto: Polizei

Die Ermittlungen im spektakulären Coup mit falschen Geldboten, die im Dezember 2017 in Gronau über eine Million Euro erbeuteten, dauern an. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen auf Anfrage mitteilte, befinden sich noch fünf Beschuldigte in Untersuchungshaft. 

Ursprünglich befanden sich in dem Verfahren, das nicht nur die Tat in Gronau, sondern auch andere Vorfälle zum Gegenstand hat, sieben Personen in Untersuchungshaft.

Perfekte Kopie des Geldtransporters

Davon wurden zwei zwischenzeitlich vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont. Von den in Haft verbliebenen fünf sollen drei (auch) an der Tat in Gronau beteiligt gewesen sein.

Im Dezember 2017 hatten zwei als Wachmänner verkleidete Täter eine Geldkiste in der Zentrale von K+K in Gronau abgeholt ( WN berichteten ). Ihr Fahrzeug war eine perfekte Kopie des echten Geldtransporters. Die Tat fiel erst auf, als die falschen Boten wieder weg und die echten Geldboten auf der Anfahrt waren.

Geld, Gold und Waffen

Vor der Tat in Gronau soll die Gruppe bereits im Juni 2017 in Werne und im Dezember 2016 in Dortmund große Geldsummen aus Geldtransportern und Geldautomaten gestohlen haben. Dazu sollen sie Schlüssel nachgemacht, Codes geknackt und so Beträge in Millionenhöhe erbeutet haben.

Im Dezember 2018 hatte die Polizei im Ruhrgebiet, in Köln und in Bonn Wohnungen durchsucht und Verdächtige festgenommen.

Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler nicht nur Beweismittel und Betäubungsmittel, sondern stellten auch hochwertige Autos sicher. An einer Adresse in Köln stellten die Polizisten zudem mehrere Kilo Gold, Schmuck, hochwertige Uhren, Bargeld im sechsstelligen Wert und Waffen sicher.

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