Online-Befragung der Bürgermeister-Kandidaten
Im Angesicht der Videokameras

Gronau -

Ist es eigentlich unhöflich, wenn sie Fragende und Antwortende, die sich gegenüber sitzen, nicht direkt in die Augen schauen? Die Antwort lautet nein: zumindest für den Fall, wenn sie in Form eines Video-Chats miteinander ins Gespräch kommen sollen.

Freitag, 01.03.2019, 07:39 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 08:00 Uhr
Sie saßen sich zwar gegenüber, sprachen allerdings via Video-Kameras miteinander: Die Vertreter der Ratsfraktionen ohne eigenem Kandidaten befragten die drei Bürgermeisterkandidaten.
Sie saßen sich zwar gegenüber, sprachen allerdings via Video-Kameras miteinander: Die Vertreter der Ratsfraktionen ohne eigenem Kandidaten befragten die drei Bürgermeisterkandidaten. Foto: Guido Kratzke

Ist es eigentlich unhöflich, wenn sich Fragende und Antwortende, die sich gegenüber sitzen, nicht direkt in die Augen schauen? Die Antwort lautet nein: zumindest für den Fall, wenn sie in Form eines Video-Chats miteinander ins Gespräch kommen sollen.

Fünf Kameras, zig Funkmikrofone, große Beleuchtungsschirme, Notebooks, Tablets sowie ein gewaltiges Wirrwarr von Kabeln und Steuerpulten machten den Saal der Concordia am Mittwochabend zu einer Wahlarena der besonderen Art. Die Ratsfraktionen der UWG, FDP , die Parteien Piraten und Linke sowie die Einzelmandatsträger im Rat, Udo Buchholz (GAL) und Gabi Drees (parteiunabhängig), hatten gemeinsam die drei Bürgermeisterkandidaten Sonja Jürgens, Rainer Doetkotte und Christoph Leuders eingeladen, um ihre Fragen an die Bewerber für das höchste Amt der Stadt loszuwerden. Schließlich bleibt bis zur Kommunalwahl im Herbst 2020 der jetzige Rat im Amt und bekommt vielleicht eine neue Spitze, mit der dann zusammengearbeitet werden muss.

BW90 nannten die Organisatoren die Veranstaltung zur Bürgermeisterwahl, die nicht nur in 90 Minuten über die Bühne gehen sollte. Auch war die Zeit für die Kandidaten-Antworten auf 90 Sekunden begrenzt.

Damit auch die Öffentlichkeit an der Befragung teilhaben konnte, wurde die Frage- und Antwortrunde live bei YouTube sowie innerhalb der Facebook-Gruppe „Du kommst aus Gronau wenn“ gestreamt. Dort bestand auch die Möglichkeiten, Fragen an die Kandidaten zu formulieren. Allerdings wurde das Angebot nur zurückhaltend genutzt.

Intensiv vorbereitet hatten sich die Organisatoren nicht nur mit Blick auf die für solch ein Format durchaus anspruchsvolle Technik, die mit kleinen Aussetzern bei der Übertragung zu kämpfen hatte. Auch die Fraktionsvertreter hatten aus unterschiedlichen Themenbereichen Fragen vorformuliert und blieben dabei sehr moderat in der Ansprache.

► Wer die Befragung nicht live gesehen hat, kann sie sich nachträglich im Netz unter bw90.gronau-epe.net anschauen.

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