Eltern wünschen sich Übermittagsbetreuung an Schulen
Halbtag reicht oft nicht

Gronau -

Viele Eltern sind auf Betreuungsangebote für ihre Kinder angewiesen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Das fängt bei Tagesmüttern und Kitas an, zieht sich durch die Grundschulzeit und hört bei der weiterführenden Schule nicht auf. Wohl auch deshalb ist an den beiden Halbtagsschulen, die in Gronau noch verblieben sind – der Fridtjof-Nansen-Realschule und dem Werner-von-Siemens-Gymnasium –, der Ruf von Eltern nach einer verlässlichen Übermittagsbetreuung lauter geworden.

Samstag, 02.03.2019, 10:29 Uhr
Ein Mädchen macht in der Schule seine Hausaufgaben. Auch an der Fridtjof-Nansen-Realschule und am Werner-von-Siemens-Gymnasium gehört die Hausaufgabenbetreuung zum Standardangebot im Rahmen der Übermittagsbetreuung.
Ein Mädchen macht in der Schule seine Hausaufgaben. Auch an der Fridtjof-Nansen-Realschule und am Werner-von-Siemens-Gymnasium gehört die Hausaufgabenbetreuung zum Standardangebot im Rahmen der Übermittagsbetreuung. Foto: Gunnar A. Pier

Für die Stadt Gronau als Schulträger stellte sich damit die Frage, ob für entsprechende Angebote die gleichen rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden müssten wie an den Grundschulen für die Offene Ganztagsschule (OGS) und die Übermittagbetreuung (Ümi). Dort hatte die Stadt erst im vergangenen Jahr eine einheitliche Satzung auf den Weg gebracht, die zum Beginn des laufenden Schuljahres in Kraft getreten ist.

Doch für die Realschule und das Gymnasium hat sich bereits ein alternatives Modell etabliert. Dieses stellt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage für die nächste Sitzung des Schulausschusses am kommenden Dienstag (5. März) vor. Demnach können beide Schulen eine Übermittagsbetreuung dank Mitteln aus dem Förderprogramm „Geld oder Stellen“ des Landes NRW anbieten. Das Gymnasium organisiert die Übermittagsbetreuung (unter Federführung der Unterstufen-Koordinatorinnen) selbst. Die Realschule hat diese Aufgabe an die Arbeiterwohlfahrt vergeben. An der Realschule werden seit dem 1. Dezember 2018 rund 50 Fünftklässler betreut. Am Gymnasium gehen rund 80 Schüler in die Übermittagsbetreuung. An beiden Schulen gehören eine Hausaufgabenbetreuung und die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften zum Standardangebot. Beide Schulleitungen haben deutlich gemacht, dass auf Elternbeitrage verzichtet werden könnte, wenn die Finanzierung durch Landesmittel gesichert ist.

Der Schulausschuss, in dem sich auch die beiden neuen Schulleiter Melanie Mönninghoff (Lindenschule) und Thomas Herden (Werner-von-Siemens-Gymnasium) vorstellen, beginnt am Dienstag um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Zum öffentlichen Teil der Sitzung sind interessierte Bürger ausdrücklich willkommen.

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